ArchivDeutsches Ärzteblatt PP11/2018Beschluss des Bewertungsausschusses nach § 87 Abs. 1 Satz 1 SGB V in seiner 426. Sitzung am 18. September 2018 zu Empfehlungen zur Vereinbarung von Veränderungen der Morbiditätsstruktur nach § 87a Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 SGB V gemäß § 87a Abs. 5 Satz 1 Nr. 2 SGB V für das Jahr 2019

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Beschluss des Bewertungsausschusses nach § 87 Abs. 1 Satz 1 SGB V in seiner 426. Sitzung am 18. September 2018 zu Empfehlungen zur Vereinbarung von Veränderungen der Morbiditätsstruktur nach § 87a Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 SGB V gemäß § 87a Abs. 5 Satz 1 Nr. 2 SGB V für das Jahr 2019

PP 17, Ausgabe November 2018, Seite 525

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Mitteilungen

Der Bewertungsausschuss gemäß § 87 Absatz 1 Satz 1 SGB V hat in seiner 426. Sitzung am 18. September 2018 (Präsenzsitzung) nachfolgende sechs Beschlüsse gefasst:

1.) Der Bewertungsausschuss hat einen Beschluss zu Empfehlungen zur Vereinbarung von Veränderungen der Morbiditätsstruktur nach § 87a Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 SGB V gemäß § 87a Abs. 5 Satz 1 Nr. 2 SGB V für das Jahr 2019 mit Wirkung zum 18. September 2018 gefasst.

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2.) Der Bewertungsausschuss hat einen Beschluss zur Änderung des Einheitlichen Bewertungsmaßstabes (EBM) mit Wirkung zum 1. Oktober 2018 gefasst und die Messung der myokardialen fraktionellen Flussreserve bei koronarer Herzkrankheit in den EBM aufgenommen. In diesem Zusammenhang hat der Bewertungsausschuss eine Empfehlung zur Finanzierung dieser Leistungen abgegeben.

3.) Der Bewertungsausschuss hat einen Beschluss zur Änderung des EBM mit Wirkung zum 1. Oktober 2018 gefasst und die hyperbare Sauerstofftherapie bei diabetischem Fußsyndrom in den EBM aufgenommen. In diesem Zusammenhang hat der Bewertungsausschuss eine Empfehlung zur Finanzierung dieser Leistungen abgegeben.

4.) Der Bewertungsausschuss hat einen dreiteiligen Beschluss zur Änderung des EBM mit Wirkung zum 1. Oktober 2018 gefasst. So wurden im EBM redaktionelle Anpassungen aufgrund der zum
1. Oktober 2018 in Kraft tretenden Qualitäts­sicherungs­ver­ein­barung zur Kontrolle von aktiven kardialen Rhythmusimplantaten vorgenommen. Des Weiteren wurden aufgrund der vom G-BA geänderten Krankentransport-/Krankenhauseinweisungs-Richtlinie Änderungen im EBM vorgenommen, da die Krankenbeförderung und Krankenhausbehandlung auch von psychologischen Psychotherapeuten sowie von Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten verordnet werden dürfen. Darüber hinaus wurden die Operationsverfahren der photoselektiven Vaporisation und der Thulium-Laserenukleation der Prostata in den EBM aufgenommen.

Die entscheidungserheblichen Gründe zu diesen Beschlüssen sind auf der Internetseite des Instituts des Bewertungsausschusses unter https://institut-ba.de veröffentlicht.

5.) Der Bewertungsausschuss hat in seiner 426. Sitzung am 18. September 2018 einen Beschluss zur Änderung des Beschlusses des Bewertungsausschusses in seiner 420. Sitzung (schriftliche Beschlussfassung) zu indikationsspezifischen Vorgaben zur Bereinigung des Behandlungsbedarfs aufgrund ambulanter spezialfachärztlicher Versorgung gemäß § 116b Abs. 6 Satz 13 ff. SGB V in Verbindung mit § 87a Abs. 5 Satz 7 SGB V für die regionalen Gesamtvertragspartner zu den Indikationen Urologische Tumoren, Rheumatologische Erkrankungen (Erwachsene), Rheumatologische Erkrankungen (Kinder und Jugendliche) und Morbus Wilson mit Wirkung ab dem Bereinigungsquartal 3/2018 gefasst.

6.) Der Bewertungsausschuss hat in seiner 426. Sitzung am 18. September 2018 einen Beschluss zur Festlegung der technischen Einzelheiten der Bestimmung des Umfangs des nicht vorhersehbaren Anstiegs des morbiditätsbedingten Behandlungsbedarfs für das Jahr 2016, sowie zu den Verfahren zur Vermeidung von Doppelzahlung und zur Verrechnung des nicht vorhersehbaren Behandlungsbedarfs mit einer Unterschreitung des vereinbarten Anstiegs des Behandlungsbedarfs durch den tatsächlichen Anstieg des Leistungsbedarfs gemäß Beschluss des Bewertungsausschusses in seiner 360. Sitzung vom 19. August 2015 nach § 87a Abs. 5 Satz 1 SGB V mit Wirkung zum 18. September 2018 gefasst.

Diese Beschlüsse sowie die entscheidungserheblichen Gründe zu diesen Beschlüssen sind auf der Internetseite des Instituts des Bewertungsausschusses unter https://institut-ba.de veröffentlicht.

Bekanntmachungen

mit Wirkung zum 18. September 2018

Präambel

Gemäß § 87a Abs. 5 Satz 1 Nr. 2 SGB V beschließt der Bewertungsausschuss Empfehlungen zur Vereinbarung von Veränderungen der Morbiditätsstruktur nach § 87a Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 SGB V. Das Institut des Bewertungsausschusses hat für jeden Bezirk einer Kassenärztlichen Vereinigung zwei einheitliche Veränderungsraten für das Jahr 2019 errechnet auf Basis des Beschlusses des Erweiterten Bewertungsausschusses in seiner
56. Sitzung am 21. August 2018 über das zur Ermittlung der diagnosebezogenen bzw. demografischen Veränderungsraten zu verwendende Klassifikationsmodell.

1. Veränderungsrate auf der Grundlage der vertragsärztlichen Behandlungsdiagnosen nach § 87a Abs. 5 Satz 3 SGB V

Der Bewertungsausschuss empfiehlt folgende Veränderungsraten für das Jahr 2019 auf der Grundlage der vertragsärztlichen Behandlungsdiagnosen je Bezirk einer Kassenärztlichen Vereinigung:

– Für den KV-Bezirk Schleswig-Holstein in Höhe von   0,8683 %

– Für den KV-Bezirk Hamburg in Höhe von -0,1875 %

– Für den KV-Bezirk Bremen in Höhe von   0,9906 %

– Für den KV-Bezirk Niedersachsen in Höhe von   0,9721 %

– Für den KV-Bezirk Westfalen-Lippe in Höhe von   1,1044 %

– Für den KV-Bezirk Nordrhein in Höhe von   0,7628 %

– Für den KV-Bezirk Hessen in Höhe von   0,7153 %

– Für den KV-Bezirk Rheinland-Pfalz in Höhe von   0,8735 %

– Für den KV-Bezirk Baden-Württemberg

in Höhe von   0,1599 %

– Für den KV-Bezirk Bayern in Höhe von -0,0134 %

– Für den KV-Bezirk Berlin in Höhe von   0,3821 %

– Für den KV-Bezirk Saarland in Höhe von   0,0633 %

– Für den KV-Bezirk Mecklenburg-Vorpommern

in Höhe von   0,8914 %

– Für den KV-Bezirk Brandenburg in Höhe von   0,5865 %

– Für den KV-Bezirk Sachsen-Anhalt in Höhe von   0,7601 %

– Für den KV-Bezirk Thüringen in Höhe von   1,1199 %

– Für den KV-Bezirk Sachsen in Höhe von   0,8830 %

2. Veränderungsrate auf der Grundlage demografischer Kriterien nach § 87a Abs. 5 Satz 3 SGB V

Der Bewertungsausschuss empfiehlt folgende Veränderungsraten für das Jahr 2019 auf der Grundlage demografischer Kriterien je Bezirk einer Kassenärztlichen Vereinigung:

– Für den KV-Bezirk Schleswig-Holstein in Höhe von   0,0800 %

– Für den KV-Bezirk Hamburg in Höhe von -0,3743 %

– Für den KV-Bezirk Bremen in Höhe von -0,3004 %

– Für den KV-Bezirk Niedersachsen in Höhe von   0,0584 %

– Für den KV-Bezirk Westfalen-Lippe in Höhe von   0,0336 %

– Für den KV-Bezirk Nordrhein in Höhe von -0,1378 %

– Für den KV-Bezirk Hessen in Höhe von -0,0848 %

– Für den KV-Bezirk Rheinland-Pfalz in Höhe von   0,0364 %

– Für den KV-Bezirk Baden-Württemberg

in Höhe von -0,0413 %

– Für den KV-Bezirk Bayern in Höhe von -0,0314 %

– Für den KV-Bezirk Berlin in Höhe von -0,2697 %

– Für den KV-Bezirk Saarland in Höhe von -0,2849 %

– Für den KV-Bezirk Mecklenburg-Vorpommern

in Höhe von   0,0235 %

– Für den KV-Bezirk Brandenburg in Höhe von -0,0089 %

– Für den KV-Bezirk Sachsen-Anhalt in Höhe von   0,0798 %

– Für den KV-Bezirk Thüringen in Höhe von   0,1475 %

– Für den KV-Bezirk Sachsen in Höhe von -0,0449 %

3. Mitteilung der beschlossenen Veränderungsraten für das Jahr 2019

Der Bewertungsausschuss teilt hiermit gemäß § 87a Abs. 5 Satz 2 SGB V den Vertragsparteien nach § 87a Abs. 2 Satz 1 SGB V die in Nummern 1. und 2. beschlossenen Veränderungsraten für das Jahr 2019 mit.

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