ArchivDeutsches Ärzteblatt PP11/2018Kulturkalender: Faszination des Ungezähmten

KULTUR

Kulturkalender: Faszination des Ungezähmten

PP 17, Ausgabe November 2018, U3

Schuchart, Sabine

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Jeden Monat stellt das Deutsche Ärzteblatt eine Auswahl von herausragenden Ausstellungen vor, die Sie nicht verpassen sollten.

BERLIN

16. November 2018 bis 12. Mai 2019:

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How to talk with birds, trees, . . .

© Nicolas Eyidi
© Nicolas Eyidi

„Medicine Man“ heißt die 92 mal 65 Zentimeter große Zeichnung des Kameruner Künstlers Hervé Yamguen, die rechts im Bild zu sehen ist. Auf Initiative der deutschen Künstlerin Antje Majewski (*1968 in Marl) setzen sich Kunstschaffende aus Brasilien, China, Frankreich, Kamerun, Kolumbien, Polen, dem Senegal und Ungarn auf poetische Weise mit den wechselseitigen Beziehungen zwischen Menschen und anderen Lebewesen auseinander. Ausgangspunkt sind die bedrohten sozio-ökologischen Systeme der Erde.

Hamburger Bahnhof, Invalidenstr. 50–51, Di./Mi./Fr. 10–18, Do. 10–20, Sa./So. 11–18 Uhr

BONN

16. November 2018 bis 3. März 2019:

Ernst L. Kirchner. Erträumte Reisen

Leben und Werk des großen Expressionisten sind geprägt durch seine Suche nach dem Exotischen, Ursprünglichen, nach anderen Ländern und Kulturen. Es waren Reisen, die er in der Realität oft gar nicht unternahm. Aus der Fantasie schuf er farbenprächtige Bilder, in denen er fremde Welten kreierte. Die rund 180 Arbeiten umfassende Retrospektive zeichnet Kirchners künstlerischen Weg nach.

Bundeskunsthalle, Friedrich-Ebert-Allee 4,
Di./Mi. 10–21, Do.–So. 10–19 Uhr

Chemnitz

4. November 2018 bis 13. Januar 2019:

Expressiv weiblich – Helene Funke

Ungewöhnliche Bildnisse von Frauen und Frauengruppen, die sie als aktive, selbstbewusste Mitglieder der Gesellschaft zeigte, waren ihre Spezialität: Helene Funke, deren 150. Geburtstag 2019 gefeiert wird und die zu ihrer Zeit als einzige Künstlerin aus Chemnitz internationale Beachtung erlangte. Sie begründete mit leuchtenden Farben und ausdrucksstarkem Pinselstrich eine eigenständige Form des Expressionismus. Rund 60 Gemälde, Grafiken und Zeichnungen sowie fotografische Selbstporträts stellen sie und ihr reizvolles Œuvre näher vor.

Kunstsammlungen, Theaterplatz 1,
Di. + Do.–So. 11–18, Mi. 14–21 Uhr

FRANKFURT/MAIN

1. November 2018 bis 3. Februar 2019:

Wildnis

In einer Zeit, in der unberührte Natur fast nur noch in Form von Reservaten existiert und die weißen Flecken auf der Landkarte weitgehend verschwunden sind, ist die Attraktion des Ungezähmten um so stärker. Kreative seit Beginn der Moderne haben immer wieder das Verhältnis zwischen Wildnis und Zivilisation befragt. Die umfassende Themenausstellung präsentiert circa 100 wichtige Arbeiten von rund 30 Künstlern – von Henri Rousseau bis heute. Darunter sind Tacita Dean, Jean Dubuffet, Max Ernst, Asger Jorn, Georgia O’Keeffe, Per Kirkeby, Heinz Mack, Gerhard Richter, Frank Stella und Thomas Struth.

Schirn Kunsthalle, Römerberg,
Di. + Fr.–So. 10–19, Mi./Do. 10–22 Uhr

Hannover

17. November 2018 bis 17. Februar 2019:

Sprengel-Preis 2018

In ihren großformatigen Skulpturen und Installationen setzt sich Delia Jürgens, Preisträgerin des Sprengel-Preises für Bildende Kunst 2018, mit der virtuellen Bilder- und Informationsflut des Internets auseinander. Die junge Künstlerin, die in Hannover, Berlin und Los Angeles lebt, bedient sich verschiedenster Medien und Materialien wie Stein, Metall und Papier sowie medialer Bilder und Verfahren. „Ihre Installationen im Innen- und Außenraum überzeugen durch komplexe Konstellationen, durch permanente Überlagerungen und Schichtungen, mit denen sie Räumlichkeiten durchzieht“, heißt es in der Jury-Begründung.

Sprengel Museum, Kurt-Schwitters-Platz,
Di. 10–20, Mi.–So. 10–18 Uhr

Sabine Schuchart

Der besondere Tipp

Zwischen Kunst und Anatomie

Der Bilddokumentation des Körpers an der Schnittstelle zwischen Kunst und Anatomie widmet sich die Ausstellung mit mehr als 50 hochinteressanten Exponaten: seltene Wunderkammerstücke und alte Kunst vom Barock bis ins 19. Jahrhundert, zeitgenössische Kunstwerke, anatomische Schautafeln, Moulagen und Pappmaschee-Modelle bis hin zu Objekten der Popkultur. Zudem gibt es Gelegenheit, das Innere des Körpers mit neuesten bildgebenden Technologien zu erkunden wie einer VR-Brille, die molekulare Körperdatensätze sichtbar macht, oder dem spannenden 3-D-Verfahren Cinematic Rendering, hier mit einer Ansicht der im Schädel gelegenen Gefäßstrukturen (Bild links). Daneben ein Kupferstich aus der Biblia Physica Sacra (Detail) von Johann Jakob Scheuchzer von 1731–35.

© Siemens Healthineers/Universitätsmedizin Göttingen
© Siemens Healthineers/Universitätsmedizin Göttingen

„Bodyscan. Anatomie in Kunst + Wissenschaft“, ERES-Stiftung, Römerstr. 15, München, Di./Mi./Sa. 11–17 Uhr (21. November 2018 bis 2. März 2019).
Vortragsprogramm: www.eres-stiftung.de

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