ArchivDeutsches Ärzteblatt46/2018Patientenberatung: Verbraucherzentrale bezweifelt Neutralität

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Patientenberatung: Verbraucherzentrale bezweifelt Neutralität

Dtsch Arztebl 2018; 115(46): A-2096 / B-1740 / C-1718

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An der Unabhängigen Patientenberatung gibt es nach einem Verkauf Kritik. Foto: dpa
An der Unabhängigen Patientenberatung gibt es nach einem Verkauf Kritik. Foto: dpa

In der Auseinandersetzung über die Neutralität der Unabhängigen Patientenberatung (UPD) hat der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) eine Neuordnung des Vergabeverfahrens gefordert. Um in Zukunft Neutralität zu gewährleisten, solle die UPD nicht mehr wie bisher durch den GKV-Spitzenverband vergeben werden, sondern durch das Bundesministerium für Gesundheit oder das Bundesversicherungsamt, sagte vzbv-Chef Klaus Müller der Neuen Osnabrücker Zeitung. Die Einrichtung einer unabhängigen Patientenberatung wurde 2006 gesetzlich beschlossen. Sie soll Patienten bei Konflikten mit Ärzten, Kran­ken­ver­siche­rungen und Krankenhäusern unterstützen. Bis 2015 erledigte die UPD ihren Auftrag in gemeinsamer Trägerschaft durch den Sozialverband VdK, den Verbraucherzentrale Bundesverband sowie den Verbund unabhängige Patientenberatung (VuP). 2016 wurde sie an die Sanvartis GmbH übertragen, die für Kran­ken­ver­siche­rungen und Pharmafirmen Callcenter betreibt. Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit wurde die Beratungsstelle im August erneut verkauft, und zwar an das gewinnorientierte und pharmanahe Unternehmen Care-force. Die UPD erhält jährliche Fördergelder aus dem Topf der Krankenkassen in Höhe von neun Millionen Euro. kna

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