ArchivDeutsches Ärzteblatt46/2018Schwangerschaftsabbruch: Gegendarstellung

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Schwangerschaftsabbruch: Gegendarstellung

Dtsch Arztebl 2018; 115(46): A-2136 / B-1763 / C-1741

Waschbüsch, Rita

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Der Autor versucht einen Einblick in den aktuellen Diskurs zum Thema Schwangerschaftsabbruch in Deutschland zu geben. Er führt auf Seite 4 aus, dass radikale Vertreter des vorgeburtlichen Lebensschutzes abtreibungswillige Ärzte bedrängten und verweist in diesem Zusammenhang auf donum vitae.

Dieser Behauptung treten wir mit Nachdruck entgegen. donum vitae ist ein bürgerlich-rechtlicher Verein, der 1999 nach dem Ausstieg der Deutschen Bischöfe aus dem staatlichen System der Schwangerschaftsberatung aus der Mitte der katholischen Laien heraus gegründet wurde, um die vom Gesetzgeber ausdrücklich geforderte weltanschauliche Pluralität des Beratungsangebotes zu gewährleisten.

Wir sind mittlerweile an über 200 Standorten in ganz Deutschland sowie in einer Onlineberatungsstelle tätig und bieten dort Schwangerschafts- und Schwangerschaftskonfliktberatung sowie Sexualpädagogik an Schulen etc. an.

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donum vitae setzt sich für den Schutz des ungeborenen Lebens ein und ist davon überzeugt, dass dieses nur gemeinsam mit der Mutter und nicht gegen sie geschützt werden kann. Aus unserer Sicht ist die deutsche Gesetzeslage, die einen Schwangerschaftsabbruch zwar grundsätzlich als Unrecht definiert, ihn aber durch Erfüllung bestimmter Merkmale legalisiert, zwar eine juristisch komplizierte, aber der ethischen Herausforderung gewachsene Regelung, der wir voll und ganz zustimmen. Unsere Beraterinnen und Berater begleiten und helfen Frauen im existenziellen Schwangerschaftskonflikt und beraten – wie es der Gesetzgeber vorsieht – zielgerichtet zum Leben und ergebnisoffen in Bezug auf die individuell verantwortete Entscheidung der betroffenen Frau, vor der wir selbstverständlich vollen Respekt haben.

Von den sogenannten Lebensschützern, die vor Arztpraxen demonstrieren, Ärzte nötigen und vor Gericht bringen, grenzen wir uns aufs Schärfste ab. Von dieser Art des Lebensschutzes halten wir nichts.

In unserer Arbeit kooperieren wir häufig mit Ärztinnen und Ärzten, von denen viele Ihr Blatt lesen. Der genannte Artikel hat zu großen Irritationen geführt. In diesem Sinne fordern wir Sie auf, den Sachverhalt richtigzustellen und diese Richtigstellung in einer der nächsten Ausgaben abzudrucken.

Rita Waschbüsch, Bundesvorsitzende des Vereins donum vitae, 53111 Bonn

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