ArchivDeutsches Ärzteblatt46/2018„Ein kollegialer Umgang ohne Hierarchiekämpfe ist wichtig“

ÄRZTESTELLEN: Nachgefragt

„Ein kollegialer Umgang ohne Hierarchiekämpfe ist wichtig“

Dtsch Arztebl 2018; 115(46): [4]

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Interview mit Dr. med. Gerd Schauerte, Ärztlicher Direktor des CJD Berchtesgaden

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Herr Dr. Schauerte, was tun Sie für die Zufriedenheit Ihrer Mitarbeiter?

Gerade in der ärztlichen Tätigkeit spielen die Arbeitsverhältnisse eine wichtige Rolle: Schichtdienst und anstrengende Nachtarbeit sind Stressfaktoren. Wir setzen verschiedene Rahmenbedingungen, um den Einklang zwischen Arbeits- und Privatleben zu fördern.

Welche sind das denn?

In unserem Rehazentrum haben wir zum Beispiel die Dienste in Bereitschafts- und Rufzeiten gegliedert, sodass die Kollegen meist im eigenen Bett schlafen können. In anderen unserer Häuser gibt es kreative Teilzeitmodelle, zum Beispiel in Form einer 32-Stunden-Woche mit immer langem Wochenende von Freitag bis Sonntag.

Gibt es darüber hinaus Faktoren, die wichtig sind?

Ja, das schwer fassbare Klima unter den Mitarbeitenden. Ein kollegialer Umgang ohne Hierarchiekämpfe ist uns sehr wichtig. Gerade für angestellte Fachärzte ist das Vertrauen in die Kollegen entscheidend, um eigenverantwortlich arbeiten und zugleich jederzeit beim Chef oder Kollegen nachfragen zu können. Dieses Miteinander ist bei der interdisziplinären Arbeit in unserem Haus unerlässlich.

Wie fördern Sie dieses kollegiale Miteinander?

Wichtig ist sicher ein wertschätzender Austausch in den täglichen Besprechungen. Meist weiß jeder selbst, wenn er etwas nicht so gut gemacht hat, da muss man nicht öffentlich den Finger in die Wunde legen. Hingegen freut sich jeder über öffentliches Lob und Anerkennung.

Was macht Sie sonst als Arbeitgeber attraktiv?

Bewegung und Naturerlebnis sind Aspekte für Wohlbefinden und Gesundheit, die gerade Familien mit höherem Bildungsstand hoch schätzen. In dieser Hinsicht ist Berchtesgaden ein idealer Lebens- und Arbeitsort.

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