ArchivDeutsches Ärzteblatt46/2018Uterusmyome: Erstmals Erprobungsstudie beauftragt

AKTUELL

Uterusmyome: Erstmals Erprobungsstudie beauftragt

Hillienhof, Arne

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Patientinnen mit Uterusmyomen stehen im Mittelpunkt der neuen Studie. Foto: Science Photo Library/Zephyr
Patientinnen mit Uterusmyomen stehen im Mittelpunkt der neuen Studie. Foto: Science Photo Library/Zephyr

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat zum ersten Mal einen Auftrag zur wissenschaftlichen Begleitung und Auswertung einer Erprobung neuer Untersuchungs- und Behandlungsmethoden mit Potenzial vergeben. Die Erprobungsstudie, die das Institut für Klinisch-Onkologische Forschung (IKF) leitet, soll die Frage klären, ob die Magnetresonanztomografie-gesteuerte hochfokussierte Ultraschalltherapie bei Patientinnen mit symptomatischen und medikamentös nicht ausreichend therapierbaren Uterusmyomen im Vergleich zur offen chirurgischen oder laparoskopischen Entfernung des Tumors patientenrelevante Vorteile bietet. Laut G-BA könnten etwa Mitte 2019 Patientinnen in die Studie aufgenommen werden. Der Gesetzgeber hat das Instrument der Erprobung 2012 für Untersuchungs- und Behandlungsmethoden eingeführt, deren Nutzen noch nicht belegt ist. Weisen wissenschaftliche Erkenntnisse darauf hin, dass eine Methode das Potenzial einer erforderlichen Behandlungsalternative hat, kann der G-BA eine Erprobungsstudie initiieren und sie finanziell fördern. Bei dem zu erprobenden Verfahren werden die gutartigen Tumoren durch gebündelten Ultraschall erhitzt und zerstört. hil

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.

Fachgebiet

Zum Artikel

Der klinische Schnappschuss

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote