ArchivDeutsches Ärzteblatt46/2018Bereitschaftsdienst in Bayern: Kammer nimmt privatärztlich tätige Ärzte in die Pflicht

AKTUELL

Bereitschaftsdienst in Bayern: Kammer nimmt privatärztlich tätige Ärzte in die Pflicht

Dtsch Arztebl 2018; 115(46): A-2094

Hillienhof, Arne

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Der Ärztliche Bereitschaftsdienst soll in Bayern nicht mehr nur auf den Schultern der niedergelassenen Vertragsärzte liegen. Foto: dpa
Der Ärztliche Bereitschaftsdienst soll in Bayern nicht mehr nur auf den Schultern der niedergelassenen Vertragsärzte liegen. Foto: dpa

Die Delegierten des 77. Bayerischen Ärztetages haben den Vorstand der Bayerischen Lan­des­ärz­te­kam­mer beauftragt, Satzungsregelungen für die ärztliche Versorgung außerhalb der Sprechstunden für die niedergelassenen Ärzte zu erarbeiten, die nicht an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmen. „Ziel ist es, dass durch eine entsprechende Regelung auch die nur privatärztlich tätigen niedergelassenen Ärzte zur Teilnahme am von der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) organisierten Bereitschaftsdienst berechtigt und verpflichtet sowie zur Finanzierung herangezogen werden“, heißt es in den Beschlüssen des Ärztetages. Der Kammervorstand soll den Satzungsentwurf dem nächsten Bayerischen Ärztetag vorlegen. Der Vorstand der KVB betonte, die Belastungen des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes sollte auf möglichst viele Schultern verteilt werden. Eine Erweiterung um die in Bayern ausschließlich privatärztlich tätigen Ärzte wäre sachgerecht. „Nachdem die Einrichtung von Bereitschaftspraxen und separatem Fahrdienst auch den rein privatärztlich tätigen Kollegen zugutekommt, sollten diese aus Sicht des Vorstands der KVB ihren Teil zum Erhalt eines funktionsfähigen Bereitschaftsdienstes beitragen“, hieß es aus der KVB. Scharfe Kritik übte der Bayerische Facharztverband. Er warnte vor einem „Schritt in die Staatsmedizin“ und kritisierte, die wenigen zusätzlichen Mediziner könnten Versorgungslücken nicht füllen. hil

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema

Anzeige