ArchivDeutsches Ärzteblatt46/2018Heiner Fangerau: Neues Mitglied der Leopoldina

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Heiner Fangerau: Neues Mitglied der Leopoldina

Dtsch Arztebl 2018; 115(46): A-2137 / B-1767 / C-1745

Richter-Kuhlmann, Eva

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Heiner Fangerau, Foto: Heiko Grandel/Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Heiner Fangerau, Foto: Heiko Grandel/Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Zu den neuen Mitgliedern, die die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina am 7. November aufnahm, gehört der Medizinhistoriker und Medizinethiker Prof. Dr. med. Heiner Fangerau. Schwerpunkte seiner Arbeit sind unter anderem die Geschichte des biomedizinischen Modells, historische Netzwerkanalysen, die Geschichte des medizinischen Kinderschutzes sowie die Ethik und Geschichte der Psychiatrie und Neurologie.

Im Rahmen einer bundesweiten Studie untersucht Fangerau derzeit das Unrecht und Leid von ehemaligen Heimkindern in Behindertenheimen und in der Psychiatrie in Deutschland nach dem 2. Weltkrieg.

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Gleichzeitig beschäftigt er sich mit der mittlerweile veränderten Risikobewertung der Stammzellforschung. In den vergangenen Jahren hat sich bei dieser Thematik die gesellschaftliche Diskussion von ethischen Grundsatzfragen zu praxisorientierten Fragen des klinischen Einsatzes verschoben. Ein weiterer Schwerpunkt seiner Forschung ist die Geschichte der Medizin während der Zeit des Nationalsozialismus. Insbesondere beschäftigt er sich dabei mit Prozessen der Verdrängung und Verfolgung.

Fangerau studierte von 1993 bis 1999 Humanmedizin an der Ruhr-Universität Bochum. Dort promovierte er im Jahr 2000 am Institut für Geschichte der Medizin und blieb dem Fachgebiet treu. Nach Stationen in Göttingen, Düsseldorf, Ulm und Köln leitet er seit 2016 das Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Dr. med. Eva Richter-Kuhlmann

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