ArchivDeutsches Ärzteblatt46/2018Hausärzte: Praxisübernahmen sind teurer geworden

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Hausärzte: Praxisübernahmen sind teurer geworden

Dtsch Arztebl 2018; 115(46): A-2094

Hillienhof, Arne

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Die Kaufpreise bei der Übernahme einer hausärztlichen Einzelpraxis sind seit 2015 um rund ein Fünftel auf durchschnittlich rund 94 000 Euro gestiegen. Das zeigt eine neue Analyse ärztlicher Existenzgründungen der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (Apobank) sowie des Zentralinstituts für die Kassenärztliche Versorgung (Zi). Sie basiert auf einer Stichprobe von rund 800 hausärztlichen Existenzgründungen, die die Apobank 2016 und 2017 finanziert hat. Danach ist die Übernahme einer Einzelpraxis mit 52 Prozent immer noch die häufigste Form der Niederlassung als Hausarzt. Zusätzlich zum Kaufpreis investierten die ärztlichen Existenzgründer im vergangenen Jahr im Schnitt weitere 49 000 Euro etwa für medizinisch-technische Geräte, Einrichtung, IT sowie Modernisierungs- und Umbaumaßnahmen.

Die Kosten für die Übernahme einer Praxis hängen laut Analyse stark mit der Region zusammen. Hausärzte im Westen Deutschlands zahlten mit fast 105 000 Euro im Schnitt die höchsten Übernahmepreise. In den östlichen Bundesländern lagen die Durchschnittswerte mit knapp 81 000 Euro am niedrigsten. Ein Preisgefälle wird in der Analyse auch zwischen Stadt und Land erkennbar. Je mehr Einwohner am Standort wohnen, desto höher war der Kaufpreis. Die Preisspanne reichte von durchschnittlich rund 74 000 Euro in den ländlichen Regionen bis 108 000 Euro in der Großstadt. Laut Apobank und Zi ist die Niederlassung in einer Einzelpraxis durch Übernahme einer bereits bestehenden Praxis die teuerste Variante, um sich als Arzt selbstständig zu machen. Die im Schnitt günstigste Niederlassungsvariante war die Überführung einer Einzelpraxis in eine Berufsausübungsgemeinschaft (BAG), damit waren 2017 durchschnittliche Gesamtinvestitionen in Höhe von 97 000 Euro verbunden. Elf Prozent der Hausärzte ließen sich laut der Studie 2017 auf dem Land nieder. hil

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