ArchivDeutsches Ärzteblatt47/2018Organspende: FDP will Spenderkreise für Lebendspenden erweitern

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Organspende: FDP will Spenderkreise für Lebendspenden erweitern

Maybaum, Thorsten; dpa; afp

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Ehemalige Lebendspender sollten nach Ansicht der FDP bei der Zuteilung bevorzugt werden, wenn sie selbst einmal eine Transplantation benötigen. Foto: dpa
Ehemalige Lebendspender sollten nach Ansicht der FDP bei der Zuteilung bevorzugt werden, wenn sie selbst einmal eine Transplantation benötigen. Foto: dpa

In Deutschland sollten altruistische Organlebendspenden unter bestimmten Bedingungen erlaubt werden, um die Zahl der verfügbaren Organe zu erhöhen. Das hat die FDP-Bundestagsfraktion in einem Antrag für den Bundestag angeregt. In Deutschland ist eine Lebendspende derzeit nur zwischen Menschen erlaubt, die sich sehr nahestehen. Den Vorstellungen der Liberalen zufolge sollte eine Organlebendspende künftig möglich sein, ohne dass zwischen Spender und Organempfänger ein besonderes Näheverhältnis besteht, wenn eine Überkreuzspende zwischen zwei Paaren erfolgt und sich die betroffenen Personen in ihrer jeweiligen Paarbeziehung nahestehen. Eine zielgerichtete Lebendspende will die FDP ausnahmsweise erlauben, wenn die Transplantation erforderlich ist, um das Leben des Empfängers zu erhalten und kein anderes Organ aus einer postmortalen oder anderen Lebendspende verfügbar ist. Dies sollte nur möglich sein, wenn die Lebenspendekommission zur Auffassung kommt, dass die Spende freiwillig ist. Darüber hinaus sollten anonyme, nicht zielgerichtete Lebendspenden an einen Organpool zulässig sein. Die FDP will auch das Subsidiaritätsprinzip abschaffen. Damit wird vorgeschrieben, dass eine mögliche postmortale Spende der Lebendspende vorzuziehen ist. may/dpa/afp

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