ArchivDeutsches Ärzteblatt47/2018Cyberkriminalität: So schützen sich Praxen vor Betrüger-E-Mails

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Cyberkriminalität: So schützen sich Praxen vor Betrüger-E-Mails

Dtsch Arztebl 2018; 115(47): A-2198 / B-1813 / C-1791

Schmedt, Michael

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Foto: Pavel Ignatov/stock.adobe.com
Foto: Pavel Ignatov/stock.adobe.com

E-Mails von unbekannten Absendern bergen immer wieder Gefahren, die das gesamte Netzwerk lahmlegen können. Für Arzt- und Psychotherapeutenpraxen gilt wegen der sensiblen Patientendaten besondere Vorsicht – vor allem beim Öffnen von E-Mails mit Dateianhängen und Links.

Ein einfacher Schritt ist, immer die Identität des Absenders zu prüfen – E-Mail-Adressen lassen sich durch Cyberkriminelle leicht fälschen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik empfiehlt einen Drei-Sekunden-Sicherheits-Check: Ist der Absender bekannt? Ist der Betreff sinnvoll? Wird ein Anhang von diesem Absender erwartet?

Beim Absender sollten Empfänger schauen, ob es sich wirklich um die bekannte E-Mail-Adresse handelt oder nur der Name angezeigt wird, während eine unbekannte Adresse hinterlegt ist. Im Zweifelsfall sollte Rücksprache mit dem angeblichen Absender gehalten oder die E-Mail gelöscht werden.

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Skeptisch sollte der Empfänger auch sein, wenn er per E-Mail aufgefordert wird, sich auf einer Website mit seinen Anmeldedaten einzuloggen. Die Betrüger zeichnen Nutzernamen und Passwort ganz einfach auf (Stichwort: Phishing).

Sollte ein Praxisrechner von einem Virus betroffen sein, können die verlorenen Daten über ein sogenanntes Back-up wiederhergestellt werden. Für ihre Datensicherung sollte jede Praxis feste Abläufe haben und diese in einem Konzept festhalten.

Damit Schadsoftware gar nicht erst auf den Praxisrechner gelangt, müssen Betriebssystem, Browser und sämtliche genutzte Software immer aktuell sein. Regelmäßige Updates – in Kombination mit einer aktuellen Antiviren-Software – bieten Schutz.

In jedem Fall sollte bei der Internetnutzung eine Firewall aktiviert sein, die vor Angriffen von außen schützt. Es empfiehlt sich, die Firewall von einem Fachmann konfigurieren zu lassen, damit sie richtig arbeitet. mis

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