ArchivDeutsches Ärzteblatt47/2018Krankschreibungen: Warten
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS

Vielen Dank für immer mal wieder sehr satirische Beiträge!

Welche intensiven Therapieangebote sind denn gemeint? Psychotherapie? ... Mit vier bis zwölf Monaten Wartezeit? Hochdosierte Antidepressiva?... Die keine Wirkung bei fehlender Energie und eigentlich notwendigen Verhaltensmodifikationen haben?

Weshalb beträgt die Ablehnungsquote von Reha-Anträgen, die sofort beim Erstkontakt (das Feststellen der Notwendigkeit gelingt nach 24 Jahren als niedergelassene Neurologin problemlos) gestellt werden, 100 %? Eindeutige 100 % Ablehnung hat man bei Reha-Anträgen, die bei Patienten gestellt werden, die noch nicht oder – auf deren ausdrücklichen Wunsch hin – nicht krank geschrieben sind.

Anzeige

Also unterstützt man den Patienen, der arbeitsunfähig ist, erst mal in der Wartezeit, bis die Krankenkasse von alleine auf die Idee kommt, einen Reha-Antrag zu stellen und in der Zeit, bis der Antrag bei der Rentenversicherung bearbeitet ist,was ebenfalls mehrere Monate in Anspruch nimmt. Und dann wird mehrere Wochen bis Monate auf den Aufnahmetermin in der jeweiligen Klinik gewartet.

Nach 30 Jahren habe ich mal wieder einen Leserbrief geschrieben, da ich mich immer noch nicht vollständig an die Diskrepanz zwischen Realität und geschriebenem Wort gewöhnt habe.

Dr. med. Iris Kuhlmann, 44581 Castrop-Rauxel

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige