ArchivDeutsches Ärzteblatt48/2018Medizin im Justizvollzug

MEDIZIN: Übersichtsarbeit

Medizin im Justizvollzug

Medicine in the penal system

Dtsch Arztebl Int 2018; 115(48): 808-14; DOI: 10.3238/arztebl.2018.0808

Opitz-Welke, Annette; Lehmann, Marc; Seidel, Peter; Konrad, Norbert

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Hintergrund: Infektionskrankheiten, Drogenabhängigkeit und Zahnerkrankungen sind die bedeutendsten Gesundheitsstörungen im Strafvollzug. Beispielsweise sind in Deutschland Gefangene 48- bis 69-mal häufiger mit dem Hepatitis-C-Virus (HCV) und 7- bis 12-mal häufiger mit dem HI-Virus infiziert als die Allgemeinbevölkerung. Auch ist die Prävalenz psychiatrischer Erkrankungen bei Strafgefangenen im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung deutlich erhöht.

Methode: Selektive Literaturrecherche in PubMed und Google Scholar mit den Begriffen „health care“, „primary health care“, „mental health care“, „infectious disease“, „opoid maintenance treatment“, „severe mental disorder“ jeweils in Verbindung mit „prison“, „jail“, „detention“ and „incarceration”.

Ergebnisse: Gefangene in deutschen Gefängnissen konsumieren etwa 20 % Heroin, 20–50 % weisen Alkoholabhängigkeit und -missbrauch auf und 70–85 % der Insassen rauchen. Die Tuberkuloseprävalenz lag 2002 im Berliner Strafvollzug bei 0,1 %. Eine Spritzenvergabe im Justizvollzug hat eine infektionspräventive Wirkung bei Hepatitis C, Hepatitis B und HIV, trotzdem wurden entsprechende Programme in den meisten Justizvollzugsanstalten wieder beendet. In einer systematischen Übersichtsarbeit wurde bei 3,6 % (95-%-Konfidenzintervall [KI]: 3,1; 4,2]) der männlichen und 3,9 % [95-%-KI: 2,7; 5,0] der weiblichen Gefangenen eine psychotische Störung festgestellt. Bei 25 % der Inhaftierten besteht eine Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung. Kürzlich entlassene Strafgefangene haben eine überdurchschnittlich hohe Sterblichkeit, meist infolge von Drogenintoxikation.

Schlussfolgerung: Eine Analyse der Verordnungszahlen legt nahe, dass Defizite im Angebot einer flächendeckenden HCV-Behandlung und im Angebot einer Substitutionsbehandlung bei Opiatabhängigen bestehen. In Kenntnis der mit dem Strafvollzug assoziierten Risiken sollten infektiologische, suchtmedizinische und psychiatrische Behandlungsangebote im Strafvollzug wie auch im ambulanten Sektor nach der Entlassung gestärkt werden.

LNSLNS

Deutschland zählt im internationalen Vergleich zu den Ländern mit einer geringen bevölkerungsbezogenen Rate an Gefangenen (e1). Die medizinische Versorgung von Strafgefangenen liegt nicht im Zuständigkeitsbereich der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung. Medizinische Leistungen werden direkt von den Justizvollzugsbehörden finanziert, wobei der Umfang der medizinischen Leistungen nach dem sogenannten Äquivalenzprinzip geregelt wird, das eine Gleichwertigkeit zur medizinischen Versorgung der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung fordert (1). Tabelle 1 zeigt epidemiologische Charakteristika Strafgefangener im Vergleich zur deutschen Bevölkerung (e2e5).

Medizinische Versorgung der Wohnbevölkerung und Gefangener im Vergleich
Medizinische Versorgung der Wohnbevölkerung und Gefangener im Vergleich
Tabelle 1
Medizinische Versorgung der Wohnbevölkerung und Gefangener im Vergleich

Da medizinische Kenngrößen in dem bestehenden intramuralen Gesundheitsversorgungssystem nicht zentralisiert erfasst werden, ist die Möglichkeit eines direkten Vergleichs zwischen intra- und extramuralem medizinischem Versorgungsangebot ausgeschlossen.

Eine Schlüsselfunktion im medizinischen Versorgungssystem des Justizvollzugs haben die Anstaltsärztinnen und Anstaltsärzte, deren Sprechstunden allen Gefangenen offenstehen. Bei Aufnahme in den Justizvollzug wird durch die Anstaltsärztinnen und -ärzte bei allen Inhaftierten eine ärztliche Basisuntersuchung durchgeführt, in der der allgemeine Gesundheitszustand systematisch abgefragt und ein körperlicher Befund erhoben wird (2, 3).

In einer belgischen Untersuchung waren häufigste Gründe für einen Arztkontakt administrative und psychiatrische Fragestellungen (35,1 %). Die genannten administrativen Fragestellungen sind Ausdruck der für den Justizvollzug typischen institutionellen Reglementierung der gesamten Lebensgestaltung. Individuelle Wünsche, wie beispielsweise die Notwendigkeit und der Wunsch nach einer abweichenden Kostform oder das Bedürfnis nach einem zweiten Kopfkissen, werden Anlass für eine Konsultation der zuständigen Anstaltsärztin oder des zuständigen Anstaltsarztes. Respiratorische Störungen (12,9 %) und Magen-Darm-Beschwerden (12,5 %) waren die zweithäufigsten Gründe für die ärztliche Konsultation in der genannten Untersuchung, gefolgt von Beschwerden des muskuloskelettalen Systems und Hauterkrankungen (7,7 %) (3).

Untersuchungen zur Häufigkeitsverteilung verschiedener Konsultationsanlässe in den deutschen Justizvollzugsanstalten liegen nicht vor, nach unseren Erfahrungen entspricht die genannte Verteilung und die Häufigkeit der Arztbesuche ungefähr den Verhältnissen in deutschen Gefängnissen. Die stationäre medizinische Versorgung erfolgt in Krankenabteilungen und Justizvollzugskrankenhäusern, von denen einige auch über eine psychiatrische Abteilung verfügen. Nur ausnahmsweise werden Gefangene zur Behandlung mit Bewachung in externe Krankenhäuser verlegt.

Somatische Gesundheitsstörungen in Haft: Prävalenz und primärpräventive Aspekte

Im Jahr 2007 identifizierte die Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) Infektionskrankheiten, Abhängigkeitserkrankungen und Zahnerkrankungen als die bedeutendsten primärärztlichen Gesundheitsstörungen in Gefangenschaft (e6).

Das Ergebnis einer Literaturrecherche zur Häufigkeit von somatischen Gesundheitsstörungen bei Gefangenen ist in Tabelle 2 zusammengefasst (7, e7e12).

Häufigkeit von Gesundheitsstörungen und Todesursachen bei Gefangenen
Häufigkeit von Gesundheitsstörungen und Todesursachen bei Gefangenen
Tabelle 2
Häufigkeit von Gesundheitsstörungen und Todesursachen bei Gefangenen

Internationale Untersuchungen zur Prävalenz der Nikotinabhängigkeit im Strafvollzug ermittelten einen Anteil von 70–83 % Rauchern, einem Kurzbericht des Instituts für Suchtforschung zufolge waren in deutschen Gefängnissen 85 % der Inhaftierten Raucher (4).

In einer Analyse gepoolter Daten aus den Jahren 2005 – 2015 konnte ein Zusammenhang zwischen wiederholten Gefängnisaufenthalten HIV-positiver intravenös Drogenabhängiger und der HIV-Prävalenz in der entsprechenden Allgemeinbevölkerung ermittelt werden (5). Screening- und Behandlungsangebote für Inhaftierte mit Hepatitis-C-Virus (HCV), Hepatitis-B-Virus (HBV) und HIV sowie anderen sexuell übertragbaren Krankheiten wurden als effektive Maßnahme zur Verringerung der Infektionsrate in der entsprechenden Allgemeinbevölkerung identifiziert (6). Eine im Jahr 2006 durchgeführte repräsentative Querschnittuntersuchung des Robert Koch-Instituts ermittelte unter deutschen Gefangenen mit der Vorgeschichte „injizierender Drogenkonsum“ (29 % der Gesamtstichprobe) einen Anteil an Inhaftierten mit HCV-Antikörpern von 57,6 % (95-%-Konfidenzintervall [KI]: [56,6; 58,7]) und mit HIV-Antikörpern von 1,3 % [95-%-KI: 1,1; 1,5] (7). Tabelle 3 zeigt die Prävalenz von Virushepatitis, HIV-Infektionen und Tuberkulose bei deutschen Gefangenen im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung (6, 7, e8, e13e16).

Infektionskrankheiten Bevölkerung versus Gefangene in Deutschland
Infektionskrankheiten Bevölkerung versus Gefangene in Deutschland
Tabelle 3
Infektionskrankheiten Bevölkerung versus Gefangene in Deutschland

Deutschland zählt bezogen auf Tuberkulose zu den Niedriginzidenzländern (8). Da Strafgefangene häufig aus Risikopopulationen mit einer erhöhten Tuberkuloseprävalenz und -inzidenz stammen, tritt Tuberkulose unter Inhaftierten häufiger auf als in der Allgemeinbevölkerung (9). Die Diagnose einer Tuberkuloseinfektion unmittelbar zu Beginn eines Haftaufenthaltes ermöglicht sowohl effektive Behandlung wie Infektionsverhütung. Dafür ist nach Aufnahme in den Justizvollzug eine aktive Fallfindung notwendig (e17, e18). Das Infektionsschutzgesetz (e19) in Deutschland gebietet Duldungspflicht für das dafür notwendige Screening unter Einschluss der Möglichkeit einer Röntgenuntersuchung.

Bundesweite Zahlen zur Tuberkuloseprävalenz in Justizvollzugsanstalten sind nicht bekannt. Im Berliner Strafvollzug wurde 2002 eine Tuberkuloseprävalenz von 0,1 % festgestellt (e20). Die HIV-Infektion erhöht das Risiko einer Tuberkuloseerkrankung. HIV-infizierte Gefangene haben eine relatives Risiko von 2,0–10,75 zusätzlich an Tuberkulose zu erkranken (10).

Prävalenz psychiatrischer Erkrankungen im Justizvollzug

Die Prävalenz psychiatrischer Erkrankungen bei Strafgefangenen ist im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung erhöht. In einer systematischen Übersichtsarbeit und Metaanalyse aus den Jahren 1966–2010 wurde bei 33 588 Gefangenen im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung eine erhöhte Prävalenz von Psychosen und schwerer Depression festgestellt (11). Ein psychotische Störung lag demzufolge bei 3,6 % [95-%-KI: 3,1; 4,2] der männlichen und 3,9 % [95-%-KI: 2,7; 5,0] der weiblichen Gefangenen und eine schwere Depression bei 10,2 % [95-%-KI: 8,8; 11,7] der männlichen und 14,1 % [95-%-KI: 10,2; 18,1] der weiblichen Gefangenen vor. In der genannten Untersuchung wurde hinsichtlich der Ätiologie der psychotischen Störung nicht differenziert, aus klinischer Erfahrung der Autoren ist anzunehmen, dass es sich zum größten Teil um Fälle von Schizophrenie und psychotischen Störungen durch Drogenkonsum handeln dürfte.

Zur Häufigkeit psychiatrischer Störungen bei deutschen Gefangenen liegen nur wenige Untersuchungen vor, deren Ergebnisse in Tabelle 4 zusammengefasst sind (e21e26). Repräsentative Stichproben wurden bislang nur bei sogenannten „Ersatzfreiheitsstrafern“ (Personen, die anstelle einer Geldstrafe eine Freiheitsstrafe verbüßen) und Untersuchungsgefangenen analysiert. Obwohl weder die derzeit gebräuchlichen internationalen Klassifikationssysteme ICD-10 (WHO) und DSM-5 (APA) diese Diagnosekategorie enthalten noch klinische Untersuchungen eine eigene Entität belegen konnten, hält sich die Diagnose der Haftpsychose seit Jahrzehnten hartnäckig. Gemeint ist damit eine schizophreniforme Störung oder Schizophrenie, die als Reaktion auf die Inhaftierung selbst entsteht und sich in ihrer Symptomatik von einer außerhalb der Haft aufgetretenen Psychose unterscheiden soll (12).

Häufigkeit psychiatrischer Störungen in Haft
Häufigkeit psychiatrischer Störungen in Haft
Tabelle 4
Häufigkeit psychiatrischer Störungen in Haft

Die Prävalenz der Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung (ADHS) ist bei Inhaftierten im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung ebenfalls deutlich erhöht und liegt dem Ergebnis einer aktuellen Metaanalyse bei 25,5 % aller Inhaftierten vor (13, e27, e28). In einer schwedischen Registerstudie waren in einer Gruppe von 25 565 erfassten Personen mit der Diagnose einer ADHS die behandelten Personen weniger häufig straffällig. Im Vergleich von Phasen mit und ohne Behandlung waren Männer in Phasen mit Behandlung 32 % weniger straffällig (geschätztes Hazard Ratio 0,68 [95-%-KI: 0,63; 0,73]), Frauen 41 % (geschätztes Hazard Ratio 0,59 [95-%-KI: [0,50; 0,70]) (14) .

Als Ausdruck der psychosozialen Belastung und der erhöhten psychischen Vulnerabilität von Strafgefangenen kann gewertet werden, dass die Suizidrate von Gefangenen im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung deutlich erhöht ist (1517). Tabelle 5 zeigt die Gefängnissuizidzahlen in Deutschland. In den Jahren 2000–2011 war die Suizidrate männlicher Strafgefangener in deutschen Gefängnissen 5,6-fach höher, die weiblicher Strafgefangener 8,5-fach höher (18). Übereinkunft besteht darin, dass Suizid-Screening bei Aufnahme in den Justizvollzug eine wichtige Maßnahme zur Gefängnissuizid-Prävention ist. Zwei deutschsprachige Screening-Instrumente stehen dafür zur Verfügung (19, e29, e30). Screening-Instrumente fragen die bekannten Risikofaktoren für Gefängnissuizid systematisch ab, bei positivem Screening erfolgt die sofortige Überweisung zum medizinischen oder psychologischen Fachdienst.

Gefängnissuizidzahlen in Deutschland 2000–2011 im Vergleich zur Wohnbevölkerung (18)
Gefängnissuizidzahlen in Deutschland 2000–2011 im Vergleich zur Wohnbevölkerung (18)
Tabelle 5
Gefängnissuizidzahlen in Deutschland 2000–2011 im Vergleich zur Wohnbevölkerung (18)

Evidenzbasierte medizinische Versorgung von Strafgefangenen

Screening, Behandlung und Prävention von Infektionskrankheiten

Die medizinische Versorgung von Strafgefangenen sollte dem Vorgehen in allgemeinmedizinischer Praxis außerhalb des Justizvollzugs entsprechen. Dies schließt das Angebot aller durch die gesetzliche Krankenkasse finanzierten Vorsorgeuntersuchungen ein. Bei Aufnahme ist zu empfehlen, den Impfstatus nach den geltenden Empfehlungen der STIKO (Ständige Impfkommision) zu ergänzen. Darüber hinaus sollten bei Aufnahme und bedarfsweise im weiteren Verlauf der Inhaftierung allen Gefangenen Screening-Untersuchungen auf HCV, HBV, HIV angeboten und kostenlos Kondome zur Verfügung gestellt werden (20). Gefangene, die an einer übertragbaren Erkrankung leiden, sollten im Rahmen einer intramuralen Infektionssprechstunde intensiv durch ein multiprofessionelles Team betreut und nach Entlassung an infektiologische Schwerpunktpraxen überwiesen werden (21).

Eine vergleichende europäische Untersuchung zu infektpräventiven Maßnahmen im Justizvollzug stellte 2015 erhebliche Defizite bei der Umsetzung geltender WHO-Empfehlungen in allen untersuchten Ländern fest (Nadeltauschprogramme wurden in keiner untersuchten Justizvollzugsanstalt angeboten, Postexpositionsprophylaxe, Desinfektionsmittel zum Sterilisieren von Injektionsnadeln und HBV-Impfungen nur in einigen), deutsche Gefängnisse waren an dieser Untersuchung nicht beteiligt (22).

Untersuchungen zur Praxis der Spritzenvergabe im Justizvollzug sprechen für eine infektionspräventive Wirkung bei Hepatis C, Hepatitis B und HIV. In einer Untersuchung an Berliner Gefangenen ging die Praxis des Nadeltausches nach Einführung einer Spritzenvergabe von 71 % auf 11 % zurück (23). Die dann in einigen Haftanstalten praktizierte Duldung des Gebrauchs von illegalen Drogen, die mit den zur Verfügung gestellten Spritzen injiziert wurden, führte zu einer politisch kontrovers geführten Diskussion und zur Beendigung der Spritzenvergabe in den meisten Justizvollzugsanstalten (24).

Aktuelle systematische Untersuchungen anderer Maßnahmen zur Reduktion des Übertragungsrisikos für Infektionskrankheiten liegen aus Deutschland nicht vor, aber eine Analyse der Verordnungszahlen antiretroviraler, tuberkulostatischer und Anti-HCV-Medikation in deutschen Gefängnissen legt nahe, dass Tuberkulose- und HIV-Infizierte gemäß der geschätzten Prävalenz behandelt werden, wohingegen Defizite im Angebot einer flächendeckenden HCV-Behandlung und im Angebot einer Substitutionsbehandlung bei Opiatabhängigkeit bestehen (25).

Selbstverletzendes Verhalten, Ingestion von Fremdkörpern und Hungerstreik

Selbstverletzendes Verhalten ist bei Inhaftierten häufig, aber als Phänomen weniger gut erforscht als Suizidalität. Eine epidemiologische Untersuchung 26 510 walisischer Gefangener stellte selbstverletzendes Verhalten bei 5–6 % der inhaftierten Männer und 20–24 % der inhaftierten Frauen fest (26). Verletzungen durch Schneiden oder Kratzen waren in dieser Untersuchung die häufigste Form der Selbstverletzung und die Suizidrate war in dieser Gruppe sehr hoch (Männer 450/100 000 [95-%-KI: 360–550/100 000]; Frauen 260/100 000 [95-%-KI: 140–430/100 000]). Das Vorliegen einer psychiatrischen Störung, insbesondere einer Depression, war mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit für selbstverletzendes Verhalten assoziiert (Männer: Odds Ratio [OR] 42,0; Frauen: OR 23,7) (27). In Untersuchungen zur Ursache selbstverletzenden Verhaltens bei Strafgefangenen wurde als individuelle Motivation der Selbstverletzung am häufigsten über Spannungsregulation und interpersonelle Konflikte berichtet (28). Nach unseren Erfahrungen sind Selbstverletzungen auch bei Personen beobachtbar, die ihre Haftbedingungen als besonders belastend erleben und den Wunsch vortragen, diese Situation durch Verlegung in einen anderen Bereich zu verbessern.

Eine Sonderform des selbstverletzenden Verhaltens stellt das Verschlucken von Fremdkörpern dar, das weltweit in Justizvollzugsanstalten bekannt ist. In Deutschland wird bisher die Häufigkeit von selbstverletzendem Verhalten nicht zentralisiert erfasst, internationale Untersuchungen berichten bezogen auf das Verschlucken von Gegenständen von einer Häufigkeit von 1:1 900 Gefangenen. Meist werden kleinere Fremdkörper verschluckt, beispielsweise Rasierklingen oder Büroklammern (29). In den meisten Fällen werden schmale Fremdkörper bis zu einer Länge von 10 cm auf natürlichem Weg ohne die Notwendigkeit invasiver Maßnahmen innerhalb weniger Tage ausgeschieden (30).

Als Protestform hat der Hungerstreik im Justizvollzug eine lange Tradition. Systematische Untersuchungen haben gezeigt, dass 70–80 % der Hungerstreikenden im Strafvollzug nach weniger als sieben Tagen die Nahrungskarenz wieder beenden (e31). Eine Hungerperiode von 40 Tagen wird bei gesunden Hungernden meist ohne gesundheitliche Schäden toleriert, je nach Ernährungszustand bei Beginn der Nahrungskarenz kann bei fortgesetztem Hungern nach 6–10 Wochen ein lebensbedrohlicher Zustand eintreten (e32). Gefangene, die einen Hungerstreik beginnen, sollten fachpsychiatrisch vorgestellt werden, um eine – wenn auch seltene – wahnhafte Motivation für die Verweigerung der Nahrungsaufnahme auszuschließen. Im Fall eines längeren Hungerstreiks droht ein Konflikt zwischen den rechtlichen Möglichkeiten, gemäß geltenden Strafvollzugsgesetzen eine Zwangsernährung durchzuführen, und dem Verbot der Zwangsernährung gemäß medizinischer Ethik beziehungsweise Berufsordnung, zum Beispiel nach World Medical Association (WMA) (e33). Eine zentralisierte Erfassung der Zahl der Hungerstreikenden pro Jahr existiert im deutschen Strafvollzug nicht. Nach unseren Kenntnissen kann festgestellt werden, dass letale Verläufe eines Hungerstreiks in den letzten zehn Jahren in Berlin und Brandenburg nicht bekannt geworden sind.

Suchtmedizin

Im Jahr 2016 befanden sich 6 415 Personen – 12,6 % aller Inhaftierten – aufgrund von Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz (BtMG) in Einrichtungen des Freiheitsentzugs, wobei die Zahl der inhaftierten Personen mit Opiatabhängigkeit als deutlich höher einzuschätzen ist (e34). In einer durch das Robert Koch-Institut 2006/2007 durchgeführten repräsentativen Querschnittuntersuchung von deutschen Strafgefangenen gab ein knappes Drittel (29,7 %) der Befragten an, jemals Drogen gespritzt zu haben, 37,7 % bejahten, schon einmal Heroin konsumiert zu haben, 22,7 % gaben an, innerhalb und außerhalb der Justizvollzugsanstalten zu konsumieren, 12,5 % nur außerhalb und 2,5 % nur innerhalb (7). Systematische Untersuchungen dazu, welche Drogen in Deutschland auf welchem Weg in die Gefängnisse gelangen, existieren nicht.

Nach unseren Erfahrung werden in deutschen Justizvollzugsanstalten alle illegalen Drogen auf dem anstaltsinternen Schwarzmarkt angeboten. Die Bezahlung erfolgt entweder durch Personen außerhalb der Justizvollzugsanstalten oder innerhalb des anstaltsinternen Schwarzmarktes mit Naturalien, Prostitution, Zigaretten und Kaffee. Es ist davon auszugehen, dass die Substanzen größtenteils durch Besucher, gelegentlich durch Mitarbeiter eingebracht werden. Alkohol in Form vergorener kohlenhydrathaltiger Lebensmittel wird meist von Gefangenen selbst produziert. Der Alkoholgehalt dieser Produkte kann nach unseren klinischen Erfahrungen bis zu 10 Volumen-% betragen. Gelegentlich wird medizinischer Alkohol in Form von Sprüh- oder Händedesinfektionsmittel konsumiert, die hoch konzentrierten Äthyl-, aber auch deutlich stärker berauschend wirkenden Propylalkohol enthalten können (e35).

Die leitliniengerechte Behandlung suchtspezifischer Störungen im Justizvollzug ist durch den fehlenden freien Zugang zum ambulanten Suchthilfesystem erschwert. Wegen der fehlenden zentralisierten Erfassung medizinischer Kenngrößen in der Justizvollzugsmedizin sind auch in diesem Bereich keine Zahlen verfügbar. Nach Angaben der Deutschen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (DBDD) wurden 2016 in der Zeit des Freiheitsentzugs zwar 80 % der opiatabhängigen Frauen behandelt, aber nur ein Viertel der inhaftierten opiatabhängigen Männer (e36).

Wegen des hohen Anteils an Gefangenen mit Abhängigkeitserkrankungen sind Opiat- und Alkoholentzugssyndrome bei Haftantritt häufig zu beobachten. Grundsätzlich sollte eine qualifizierte Entzugsbehandlung durchgeführt werden (31). In systematischen Übersichtsarbeiten hat sich bei Vorliegen einer Opiatabhängigkeit eine Substitutionsbehandlung mit Methadon oder Buprenorphin einer abstinenzorientierten Behandlung gegenüber überlegen gezeigt (e37). Deshalb und auch wegen der geschilderten infektpräventiven Wirksamkeit sollte eine bei Haftantritt laufende Opiatersatztherapie komplikationslos weitergeführt und der Einstieg in eine Opiatsubstitution bei entsprechender Indikation während der Inhaftierung jederzeit niedrigschwellig angeboten werden (32).

Entlassungsvorbereitung und Schnittstellenmanagement

Durch retrospektive Kohortenstudien konnte eine überdurchschnittliche Sterblichkeit entlassener Strafgefangener nachgewiesen werden (33). In der Dekade von 1999 bis 2009 stellten Binswanger et al. bei einer Kohorte von 70 208 entlassenen Strafgefangenen ein um 3,6 % [95-%-KI: 3,48; 3,73] erhöhtes Sterberisiko im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung fest. Drogenintoxikation, in 77 % der Fälle mit Opioiden, war die führende Todesursache entlassener Strafgefangener (34, 35). Die meisten Todesfälle durch Überdosierung ereigneten sich innerhalb der ersten vier Wochen nach Haftentlassung (Relatives Risiko: 1,7 [95-%-KI: 1,3; 2,2]) (36). Die Fortsetzung einer Opioidersatztherapie nach Haftentlassung war in einer retrospektiven Analyse der Todesursachenstatistik an 16 453 australischen Strafgefangenen mit dem niedrigsten Sterberisiko an Drogenintoxikation assoziiert (37). In Kenntnis dieser Risiken sollten infektiologische und psychiatrisch-suchtmedizinische Behandlungsangebote in deutschen Justizvollzugsanstalten die Überleitung in ein ambulantes Behandlungssetting vorbereiten (38, 39). In einer internationalen systematischen Übersichtsarbeit wurde die Entwicklung von 12 056 psychiatrisch erkrankten Straftätern untersucht. Die festgestellte kriminelle Rückfallrate von 4 484 pro 100 000 war niedriger als die einer vergleichbaren Gruppe von Strafgefangenen ohne psychiatrische Nachsorge (40).

Interessenkonflikt
Die Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 12. 2. 2018, revidierte Fassung angenommen: 12. 7. 2018

Anschrift für die Verfasser
Dr. med. Annette Opitz-Welke

Justizvollzugskrankenhaus Berlin in der JVA Plötzensee

Friedrich-Olbricht-Damm 16, 13627 Berlin

annette.opitz-welke@charite.de

Zitierweise
Opitz-Welke A, Lehmann M, Seidel P, Konrad N: Medicine in the penal system. Dtsch Arztebl Int 2018; 115: 808–14.
DOI: 10.3238/arztebl.2018.0808

►Die englische Version des Artikels ist online abrufbar unter:
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Zusatzmaterial
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Medizinische Versorgung der Wohnbevölkerung und Gefangener im Vergleich
Medizinische Versorgung der Wohnbevölkerung und Gefangener im Vergleich
Tabelle 1
Medizinische Versorgung der Wohnbevölkerung und Gefangener im Vergleich
Häufigkeit von Gesundheitsstörungen und Todesursachen bei Gefangenen
Häufigkeit von Gesundheitsstörungen und Todesursachen bei Gefangenen
Tabelle 2
Häufigkeit von Gesundheitsstörungen und Todesursachen bei Gefangenen
Infektionskrankheiten Bevölkerung versus Gefangene in Deutschland
Infektionskrankheiten Bevölkerung versus Gefangene in Deutschland
Tabelle 3
Infektionskrankheiten Bevölkerung versus Gefangene in Deutschland
Häufigkeit psychiatrischer Störungen in Haft
Häufigkeit psychiatrischer Störungen in Haft
Tabelle 4
Häufigkeit psychiatrischer Störungen in Haft
Gefängnissuizidzahlen in Deutschland 2000–2011 im Vergleich zur Wohnbevölkerung (18)
Gefängnissuizidzahlen in Deutschland 2000–2011 im Vergleich zur Wohnbevölkerung (18)
Tabelle 5
Gefängnissuizidzahlen in Deutschland 2000–2011 im Vergleich zur Wohnbevölkerung (18)
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