ArchivDeutsches Ärzteblatt48/2018Pflege-TÜV: Kritik an wissenschaftlichem Gutachten

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Pflege-TÜV: Kritik an wissenschaftlichem Gutachten

Dtsch Arztebl 2018; 115(48): A-2205 / B-1819 / C-1797

Beerheide, Rebecca; dpa

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In der Diskussion um die neuen Bewertungskriterien für die Qualität in Pflegeheimen hat der GKV-Spitzenverband gemeinsam mit dem Medizinischen Dienst des Spitzenverbands Bund der Krankenkassen davor gewarnt, ein dazu kürzlich veröffentlichtes wissenschaftliches Gutachten in der jetzigen Form umzusetzen. „Der Vorschlag der Wissenschaftler differenziert nicht ausreichend und der Vorschlag zur Darstellung der Qualitätsergebnisse ist nicht verbraucherfreundlich“, kritisierte Gernot Kiefer, Vorstandsmitglied des GKV-Spitzenverbands.

Das vorgelegte 625-seitige Gutachten, das vom Institut für Pflegewissenschaft an der Universität Bielefeld sowie dem Aqua-Institut aus Göttingen erarbeitet wurde, ist die Entscheidungsgrundlage des Qualitätsausschusses Pflege für ein neues Prüfungssystem für Heime. Bis Ende März seien noch vier Sitzungen terminiert, „das werden intensive Beratungen“, kündigte Kiefer an. In dem Qualitätsausschuss Pflege sitzen sich Pflegekassen, Sozialhilfeträger sowie der Verband der Privaten Kran­ken­ver­siche­rung und die Leistungserbringer und Heimträger gegenüber.

Das neue System soll zum 1. November 2019 greifen. Erste Ergebnisse könnte es zwei Monate später geben. Eine generelle Veröffentlichung neuer Qualitätsergebnisse wird ab Ende 2020 erwartet. Die Kassen fordern auch, danach nicht erneut zehn Jahre mit einer Überarbeitung der Bewertungskriterien zu warten. Die ersten Pflegenoten wurden 2009 veröffentlicht. Sie sollen wegen einer mangelhaften Aussagekraft abgelöst werden. bee/dpa

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