ArchivDeutsches Ärzteblatt48/2018Arzneimittel: Behörden rufen zur Meldung von Nebenwirkungen auf

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Arzneimittel: Behörden rufen zur Meldung von Nebenwirkungen auf

Dtsch Arztebl 2018; 115(48): A-2208 / B-1820 / C-1798

Hillienhof, Arne

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Bei Nebenwirkungen sollte nur der behandelnde Arzt über die Reaktion darauf entscheiden, sagen PEI und BfArM. Foto: Stockfotos-MG/stock.adobe.com
Bei Nebenwirkungen sollte nur der behandelnde Arzt über die Reaktion darauf entscheiden, sagen PEI und BfArM. Foto: Stockfotos-MG/stock.adobe.com

Arzneimittelbehörden rufen in einer weltweiten Kampagne Patienten auf, Verdachtsfälle von Nebenwirkungen zu melden. Ein Augenmerk gilt dabei Nebenwirkungen bei Kindern. Weitere Zielgruppen sind Schwangere sowie stillende Frauen, die für eine sichere Anwendung von Arzneimitteln sowie die Meldung möglicher Nebenwirkungen sensibilisiert werden sollen. In Deutschland werden die Meldungen durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) sowie das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) bearbeitet. „Je mehr Meldungen von Verdachtsfällen wir erhalten, desto früher können wir Risikosignale erkennen und bei Bedarf wirkungsvolle Maßnahmen für den Patientenschutz treffen“, betonte PEI-Präsident Prof. Dr. rer. nat. Klaus Cichutek. Erfahrungsgemäß würden nicht alle Verdachtsfälle gemeldet. Die Gründe dafür sind laut BfArM und PEI vielfältig. So informierten Patienten ihren Arzt nicht über jede Beobachtung oder der Zusammenhang zwischen einer Reaktion oder einem Symptom und dem Arzneimittel werde nicht hergestellt, weil Ärzte oder Patienten die Symptome eher der Grunderkrankung zuordneten. Die beiden Behörden weisen darauf hin, dass Patienten Verdachtsfälle im Internet ausschließlich über das Portal von PEI und BfArM melden sollten. Sie betonten zudem, die Meldung einer Nebenwirkung ersetze keinesfalls den Arztbesuch. hil

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