ArchivDeutsches Ärzteblatt48/2018Onkologie: Neue S3-Leitlinie Hodentumor steht zur Kommentierung bereit

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Onkologie: Neue S3-Leitlinie Hodentumor steht zur Kommentierung bereit

Dtsch Arztebl 2018; 115(48): A-2259 / B-1853 / C-1827

Hillienhof, Arne

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Für die Leitlinie zum Thema Hodentumore haben mehr als 50 Fachexperten verfügbare Studien gesichtet und ausgewertet. Foto: mauritius images
Für die Leitlinie zum Thema Hodentumore haben mehr als 50 Fachexperten verfügbare Studien gesichtet und ausgewertet. Foto: mauritius images

Im Leitlinienprogramm Onkologie ist zum Thema Hodenkrebs eine neue Leitlinie auf dem Niveau S3 erschienen. Darauf hat die Deutsche Krebsgesellschaft hingewiesen. Experten, aber auch Betroffene und Interessierte können nun bis zum 20. Dezember Verbesserungsvorschläge und Ergänzungshinweise mit dem dafür vorgesehenen Kommentierungsbogen einreichen. Die Leitlinie deckt das gesamte Versorgungsspektrum von der Primärprävention bis zur Nachsorge und Rehabilitation ab. Sie enthält mehr als 160 Empfehlungen.

Keimzelltumore des Hodens sind bei 20- bis 40-jährigen Männern die häufigste Tumorerkrankung. Rund 4 000 Männer erhalten jedes Jahr in Deutschland diese Diagnose. Die interdisziplinäre Kooperation sei eine enorm wichtige Voraussetzung für den Behandlungserfolg von Hodentumoren, vor allem für eine Verbesserung der Therapiesteuerung in den metastasierten Hochrisiko- und Rezidivgruppen, hieß es aus der Deutschen Krebsgesellschaft. Die Überlebenswahrscheinlichkeit der Tumorerkrankung habe sich in den vergangenen Jahren durch Therapiefortschritte stark verbessert und sei mittlerweile „für die frühen Stadien exzellent und für die höheren Stadien gut“.

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An der evidenzbasierten und interdisziplinären S3-Leitlinie haben 30 Fachgesellschaften und Organisationen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz mitgearbeitet. Das Projektmanagement sowie die wissenschaftliche Arbeit lagen bei der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU). Das Leitlinienprogramm Onkologie ist eine gemeinsame Initiative der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF), der Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Krebshilfe. Es umfasst mittlerweile 23 S3-Leitlinien, die zu einem großen Teil auch als laienverständliche Patientenleitlinien vorliegen. hil

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