ArchivDeutsches Ärzteblatt48/2018Hessen und Nordrhein: Ausschließliche Fernbehandlung abgesegnet

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Hessen und Nordrhein: Ausschließliche Fernbehandlung abgesegnet

Dtsch Arztebl 2018; 115(48): A-2206

Maybaum, Thorsten; EB

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Onlinekommunikation soll als Alternative zur Verfügung stehen, den Arztkontakt aber nicht ersetzen, so der Tenor. Foto: rocketclips stock.adobe.com
Onlinekommunikation soll als Alternative zur Verfügung stehen, den Arztkontakt aber nicht ersetzen, so der Tenor. Foto: rocketclips stock.adobe.com

Die Delegierten der Lan­des­ärz­te­kam­mer Hessen und der Ärztekammer Nordrhein haben bei ihren Ver­tre­ter­ver­samm­lungen die Lockerung des Fernbehandlungsverbots beschlossen. Die ausschließliche Beratung oder Behandlung von dem Arzt noch unbekannten Patienten über Kommunikationsmedien ist demnach künftig in Hessen und Nordrhein im Einzelfall unter anderem erlaubt, „wenn dies ärztlich vertretbar ist und die erforderliche ärztliche Sorgfalt insbesondere durch die Art und Weise der Befunderhebung, Beratung, Behandlung sowie Dokumentation gewahrt wird“. Die Kammerversammlungen sind mit ihren Beschlüssen den Vorschlägen des 121. Deutschen Ärztetags in Erfurt gefolgt. Dort hatten die Delegierten für eine Änderung der (Muster-)Berufsordnung gestimmt. Man wolle die Entwicklungen aktiv mitgestalten, hieß es aus den Reihen der Delegierten der Lan­des­ärz­te­kam­mer Hessen. Dennoch sieht das hessische Ärzteparlament dringenden Handlungsbedarf mit Blick auf die Definition von Rahmenbedingungen für die Fernbehandlung und erwartet schnellstmögliche Klärung offener Fragen durch den Ausschuss der Bundes­ärzte­kammer. Onlinekommunikation und visuelle Inspektionen via Bildschirm könnten additiv genutzt werden, sie würden aber nicht die nötige persönliche Zuwendung von Ärzten ersetzen, sagte der Präsident der Ärztekammer Nordrhein, Rudolf Henke. may/EB

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klausenwächter
am Dienstag, 4. Dezember 2018, 06:08

Vorreiter der zukünftigen Versorgung

Telemedizin kann Praxen und Patienten Vorteile bieten. Indem zwei Kammern sich der Zukunft öffnen, wird das Gefälle des Fortschritts in Deutschland sichtbar. Hemmnisse liegen nicht in der Technik, nicht im Angebot und in der Annahme, sondern in den Vorständen.

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