ArchivDeutsches Ärzteblatt48/2018Christian P. Schaaf: Der Ursache von Krankheit auf der Spur

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Christian P. Schaaf: Der Ursache von Krankheit auf der Spur

Dtsch Arztebl 2018; 115(48): A-2255 / B-1849 / C-1823

Richter-Kuhlmann, Eva

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Christian P. Schaaf, Foto: Uniklinik Köln
Christian P. Schaaf, Foto: Uniklinik Köln

Er entdeckte zahlreiche Krankheitsgene; zwei der entsprechenden Krankheiten – das Schaaf-Yang-Syndrom und das Bosch-Boonstra-Schaaf-Optikusatrophie- Syndrom – tragen sogar seinen Namen: Prof. Dr. med. Christian P. Schaaf, Leiter der Patientenversorgung am Institut für Humangenetik der Uniklinik Köln. Der 40-Jährige untersucht die genetischen Ursachen neurologischer und psychiatrischer Krankheiten, vor allem der geistigen Behinderung und der Autismus-Spektrum-Störungen. Für seine herausragende Forschung erhielt er am 9. November in München den mit 30 000 Euro dotierten Wilhelm- Vailllant-Preis 2018.

Die Motivation zu seiner Forschung zieht Schaaf vor allem aus dem direkten Patientenkontakt. „Jedes meiner Projekte begann mit einem Patienten, der als ungelöster Fall zu mir in die Sprechstunde kam“, berichtet er. Viele Patienten mit neurologischen Entwicklungsstörungen hätten eine wahre „Odyssee von Untersuchungen und Kranken­haus­auf­enthalten“ hinter sich. Diesen Patienten zu helfen, sei sehr befriedigend.

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Schaaf studierte Medizin in Heidelberg und promovierte am dortigen Institut für Humangenetik. Studienaufenthalte führten ihn nach Österreich, Kanada, Australien und die USA. Seine Facharztweiterbildung absolvierte er in Houston, Texas, USA. Der Humangenetiker übernahm im März dieses Jahres den Lehrstuhl für Klinische Genomik am Institut für Humangenetik der Universität Köln. Schaaf lebt mit seiner Frau und vier Kindern in Kerpen, nähe Köln. Dr. med. Eva Richter-Kuhlmann

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