ArchivDeutsches Ärzteblatt48/2018Tetravalente Grippeimpfstoffe: Reaktion auf Fehlverteilung und Versorgungsprobleme

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Tetravalente Grippeimpfstoffe: Reaktion auf Fehlverteilung und Versorgungsprobleme

Dtsch Arztebl 2018; 115(48): A-2204 / B-1818 / C-1796

Maybaum, Thorsten

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Bei Lieferengpässen von Grippeimpfstoffen wünscht sich das Paul-Ehrlich-Institut nach wie vor Meldungen. Foto: dpa
Bei Lieferengpässen von Grippeimpfstoffen wünscht sich das Paul-Ehrlich-Institut nach wie vor Meldungen. Foto: dpa

Die Bundesregierung reagiert auf Probleme bei der Versorgung der Menschen mit dem tetravalenten Impfstoff gegen Influenza. Hintergrund sind anhaltende Hinweise auf eine Fehlverteilung in Deutschland, durch die es in einigen Bundesländern zu Engpässen gekommen ist. „Wir gehen davon aus, dass es genug Impfstoff gibt“, sagte ein Sprecher des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) dem Deutschen Ärzteblatt. Es seien eine Million Dosen mehr verfügbar, als im vergangenen Jahr verimpft worden seien. Man wolle über eine offizielle Bekanntmachung nach § 79 Abs. 5 Arzneimittelgesetz dafür sorgen, dass mehr Möglichkeiten bestehen, um den Impfstoff zu beschaffen. Die Bekanntgabe eines Versorgungsengpasses gibt den Bundesländern laut Ministerium zusätzlichen Handlungsspielraum. Demnach können diese dann bei regionalem Bedarf erlauben, dass sich Apotheken oder auch Arztpraxen untereinander mit Grippeimpfstoff versorgen. Darüber hinaus dürfen aus anderen EU-Ländern bezogene Impfstoffe in den Apotheken abgegeben werden. Auch könnten die Gesundheitsämter Impfstoffdosen weitergeben. Wie das für Impfstoffe zuständige Paul-Ehrlich-Institut (PEI) auf Anfrage mitteilte, sind die vier in Deutschland verfügbaren Vierfachgrippeimpfstoffe aller Hersteller in Deutschland abverkauft. Dies sei aber nicht zwingend identisch mit „ausverkauft“, erläuterte eine PEI-Sprecherin. Die Impfstoffe befänden sich in der Handelskette. Das PEI geht bislang wie das BMG von einer ungleichen Verteilung aus. Nun will man prüfen, ob es einen echten Lieferengpass gebe und sich möglicherweise sogar ein Versorgungsengpass entwickele, hieß es vom PEI. may

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