ArchivDeutsches Ärzteblatt48/2018HPV-Impfung: BZgA startet breit angelegte Informationskampagne

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HPV-Impfung: BZgA startet breit angelegte Informationskampagne

Dtsch Arztebl 2018; 115(48): A-2250 / C-1821

Hillienhof, Arne

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Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat ein Maßnahmenpaket entwickelt, um niedergelassene Ärztinnen und Ärzte sowie Eltern und Jugendliche auf die Bedeutung einer Impfung gegen Humane Papillomviren (HPV) hinzuweisen. Anlass sind die geänderten Impfempfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO). Sie empfiehlt die HPV-Impfung seit 2007 für Mädchen und seit diesem Jahr auch für Jungen.

„Deutschland ist eines der ersten Länder, das die Empfehlung zur HPV-Impfung auch für Jungen ausspricht. Nun gilt es, die HPV-Impfung bekannter zu machen und die Impfquoten sowohl bei den Jungen als auch bei den Mädchen zu steigern“, sagte BZgA-Leiterin Dr. med. Heidrun Thaiss. Ihr zufolge waren trotz der hohen Schutzwirkung 2015 nur 44,6 Prozent der 17-jährigen Mädchen und nur 31,5 Prozent der 15-jährigen Mädchen vollständig geimpft. Für Jungen lägen derzeit noch keine Daten zur bundesweiten Impfquote vor.

Das aktuelle Maßnahmenpaket der BZgA soll deshalb Ärzte motivieren, die Impfung aktiv anzubieten und Eltern und junge Patienten über die Impfung und ihre präventiven Potenziale zu informieren. Im Rahmen einer Versandaktion stellt die BZgA ärztlichen Praxen Informationsmaterialien zur Verfügung. Begleitende Medien machen Eltern und Jugendliche auf die HPV-Impfung aufmerksam. Zusätzlich hält die Internetseite umfangreiche Informationen zur HPV-Impfung bereit und gibt Antworten auf häufig gestellte Fragen.

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Die HPV-Impfung wird seit diesem Sommer für Mädchen und Jungen im Alter von neun bis 14 Jahren empfohlen. Jugendliche, die noch nicht geimpft sind, können sich bis einschließlich 17 Jahre nachimpfen lassen. Die Impfung wird in diesen Altersgruppen von den gesetzlichen Krankenkassen und den privaten Kran­ken­ver­siche­rungen bezahlt. hil

http://www.liebesleben.de/hpv

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