ArchivDeutsches Ärzteblatt49/2018Surjo Soekadar: Erster Professor für Klinische Neurotechnologie

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Surjo Soekadar: Erster Professor für Klinische Neurotechnologie

Dtsch Arztebl 2018; 115(49): A-2307 / B-1889 / C-1863

Gießelmann, Kathrin

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Surjo Soekadar, Foto: Peitz Charite
Surjo Soekadar, Foto: Peitz Charite

Die deutschlandweit erste Professur für Klinische Neurotechnologie hat dieser Tage Prof. Dr. med. Surjo R. Soekadar an der Charité – Universitätsmedizin Berlin angetreten. Sie ist der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Campus Mitte der Charité zugeordnet und an das Exzellenzcluster NeuroCure angebunden. Die Professur wird von der Einstein Stiftung Berlin gefördert.

„An der Charité möchte ich innovative Neurotechnologien, die zu einer Verbesserung von Lebensqualität und sozialer Teilhabe führen, zügig in die Patientenversorgung integrieren“, betont Soekadar. Darüber hinaus möchte er die nächste Generation von Gehirn-Computer-Schnittstellen entwickeln und wird dafür vom Europäischen Forschungsrat mit einem ERC Starting Grant (European Research Council, ERC) gefördert.

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„Bisher wurden Gehirn-Computer-Schnittstellen vorwiegend dazu eingesetzt, die Kommunikations- und Bewegungsfähigkeit von Patienten wiederherzustellen. In dem ERC-Projekt wollen wir nun Hirnfunktionen wie Aufmerksamkeit, Gedächtnis und Emotionskontrolle verbessern“, erklärt Soekadar. Diese seien bei vielen psychischen Erkrankungen wie Depression, Sucht oder Angststörungen beeinträchtigt. Es sollen die Hirnaktivität in Echtzeit ausgelesen und Aktivitätsmuster, die gestörte Hirnfunktionen verbessern, verstärkt werden.

Soekadar studierte an den Universitäten Mainz, Heidelberg und Baltimore Medizin und promovierte im Jahr 2005 am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim. Kathrin Gießelmann

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