ArchivDeutsches Ärzteblatt49/2018Notfallstufenkonzept: Einigung auf Zuschläge für die Notfallversorgung

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Notfallstufenkonzept: Einigung auf Zuschläge für die Notfallversorgung

Dtsch Arztebl 2018; 115(49): A-2266 / B-1860 / C-1834

Korzilius, Heike

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Je nach Versorgungsstufe einer Notaufnahme sind Zuschläge für die Kliniken angedacht. Foto: dpa
Je nach Versorgungsstufe einer Notaufnahme sind Zuschläge für die Kliniken angedacht. Foto: dpa

Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) und GKV-Spitzenverband haben sich offenbar auf die Höhe der Zuschläge verständigt, die an Krankenhäuser fließen sollen, die im Rahmen des Notfallstufenbeschlusses des Gemeinsamen Bundes­aus­schusses (G-BA) an der Notfallversorgung teilnehmen. Demnach erhalten Krankenhäuser der Stufe eins für die Basisnotfallversorgung 150 000 Euro jährlich, Krankenhäuser der Stufe zwei für die erweiterte Notfallversorgung 450 000 Euro und Krankenhäuser der Stufe drei für die umfassende Notfallversorgung 700 000 Euro jährlich. Das erklärte Johannes Wolff, Referatsleiter Krankenhausvergütung beim GKV-Spitzenverband, auf Nachfrage von Teilnehmern bei einer Veranstaltung des Deutschen Evangelischen Krankenhausverbandes (DEKV) und der Deutschen Gesellschaft Interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin (DGINA) in Berlin. Krankenhäuser, die nicht an der Notfallversorgung teilnehmen, müssen Wolff zufolge künftig einen Abschlag von 60 Euro je Krankenhausfall hinnehmen. Insgesamt stünden 295 Millionen Euro als Gesamtzuschlagsvolumen für die Notfallversorgung bereit. Wolff betonte zugleich, dass das Verhandlungsergebnis noch in den Gremien des GKV-Spitzenverbands abgestimmt werden müsse. Nach dem Gesetz hätten sich die Vertragspartner bereits bis zum 30. Juni 2018 auf die Höhe der Zu- und Abschläge verständigen müssen. Der G-BA hatte im Rahmen des Krankenhausstrukturgesetzes den Auftrag erhalten, erstmals Mindeststandards für die Notfallstrukturen in den Krankenhäusern festzulegen und ein dreistufiges Notfallstufenkonzept vorgelegt. Für jede Stufe wurden etwa Art und Anzahl der Fachabteilungen, Qualifikation des vorzuhaltenden Personals, Kapazität zur Versorgung von Intensivpatienten sowie medizinisch-technische Ausstattung definiert. HK

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