ArchivDeutsches Ärzteblatt49/2018Randnotiz: Drohne für den Notarzt

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Randnotiz: Drohne für den Notarzt

Dtsch Arztebl 2018; 115(49): A-2267 / B-1861 / C-1835

Maybaum, Thorsten

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Notärzte in Bayern könnten künftig nicht nur mit dem Einsatzwagen zum Patienten gelangen, sondern auch mit bemannten Multikoptern, also einer Luftdrohne. Die ADAC-Luftrettung startet dazu in Bayern – in der Region Ansbach – und in Rheinland-Pfalz ein Pilotprojekt. „Bereits in den kommenden Monaten soll es erste Forschungsflüge geben“, teilte die ADAC-Luftrettung mit. Die zweisitzigen Volocopter mit 18 kleinen Rotoren des gleichnamigen Unternehmens sind senkrechtstartende Fluggeräte. Sie basieren auf Drohnentechnologie und werden elektrisch angetrieben. Im Rahmen des Pilotprojektes sollen sie eigens für den Rettungsdienst weiterentwickelt und als Notarztzubringer eingesetzt werden. Das Ziel: den Arzt schneller als im Notarzteinsatzfahrzeug zu Patienten zu bringen und so die Versorgung zu verbessern, erläuterte die ADAC-Luftrettung. Parallel zu den Forschungsflügen soll das Institut für Notfallmedizin und Medizinmanagement der Univer-sität München ab Frühjahr 2019 Luftrettungseinsätze mit Volocoptern am Computer simulieren. Die Machbarkeitsstudie ist laut ADAC auf anderthalb Jahre angelegt und kostet eine halbe Million Euro. Gefördert wird das Pilotprojekt von der ADAC-Stiftung. Erste Ergebnisse der Studie über das Einsatzpotenzial und die Wirtschaftlichkeit der Fluggeräte im Rettungsdienst sind für Herbst/Winter 2019 geplant. Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), mit dem die ADAC-Luftrettung bereits im Bereich Forschung und Entwicklung kooperiert. Der ADAC bezeichnete das Projekt als „Beginn einer neuen Zeitrechnung im Rettungsdienst aus der Luft“.

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