ArchivDeutsches Ärzteblatt49/2018Öko­nomi­sierung: Die Geister, die wir riefen ...
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Ein nicht unerheblicher Aspekt in der Ätiologie der pathologischen Öko­nomi­sierung wurde von Herrn Prof. Dr. med. Dr. rer. pol. Ch. Thielscher außer Acht gelassen: Es findet nicht nur eine Machtverschiebung statt. Unser System wird auch zunehmend geschröpft durch eine seit Jahren überbordende Flut von Medizinökonomen, Health-Care- und Klinikmanagern, Kompetenzzentren, Strategieberatern, Controllern, Prozessgestaltern, Zertifizierungsunternehmen, Auditoren, Headhuntern, Consulting-GmbHs, CEOs, COOs bis hin zu Eventmanagern und sonstigen Experten, welche uns allesamt vorgeben, dass unsere weitere ärztliche Tätigkeit ohne deren Unterstützung nicht mehr vorstellbar ist.

Besitzt unser doch zunehmend finanziell unter Druck stehendes Gesundheitssystem tatsächlich genug Reserven für diese weiterhin stark expandierende, eigentlich „unmedizinische“ Branche? Lukrativ scheint es zumindest ja zu sein …

Der schwurbelige und von Klammern-Nebensätzen gespickte Artikel, welcher eine historisch und philosophisch angehauchte Ist-Analyse ohne Lösungsansätze darstellt, sollte uns zumindest darüber nachdenken lassen, ob unsere Ärzteschaft derartig angetragene „Dienstleistungen“ in diesem Ausmaß überhaupt benötigt und vor allem weiterhin finanziell mittragen muss?

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Dr. med. Matthias Siebert, 79104 Freiburg

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