ArchivDeutsches Ärzteblatt50/2018„Die Flexibilität des Home-Office ist einzigartig“

ÄRZTESTELLEN: Nachgefragt

„Die Flexibilität des Home-Office ist einzigartig“

Dtsch Arztebl 2018; 115(50): [4]

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Interview mit Nadine Linhart, beim schweizerischen Unternehmen Medgate angestellte Oberärztin

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Frau Linhart, warum haben Sie sich bei dem Telemedizin-Unternehmen Medgate beworben?

Ich bin aus privaten Gründen 2014 von Deutschland an den Genfer See umgezogen. Das Unternehmen kannte ich aus verschiedenen Stellenanzeigen. Beim Vorstellungsgespräch war ich positiv überrascht von dem Know-how, das hinter der Telemedizin steckt.

Welche Vorteile bietet das Arbeiten als Telemedizinerin?

Ich bin im Home-Office flexibel und kann überall in der Schweiz oder in Deutschland arbeiten. Auch lässt sich der Dienstplan mit mehr als 90 ärztlichen Kollegen persönlich gestalten, was mich als Mutter von drei kleinen Kindern auch zeitlich flexibel macht.

Was ist die größte Herausforderung?

In der Telemedizin fehlt der wichtige „erste Blick“. Wir sprechen mit den Patienten ja am Telefon, nonverbale Kommunikation gibt es kaum. Umso wichtiger ist eine gründliche Anamnese. Ich musste lernen, die richtigen Fragen zu stellen, damit ich mir ein genaues Bild machen kann.

Wer ruft Sie an?

Hauptsächlich beraten wir Patienten mit allgemeinmedizinischen und internistischen Erkrankungen, aber auch viele Eltern von Kindern. Wir befassen uns auch mit gynäkologischen, dermatologischen und urologischen Krankheiten. Viele rufen an, wenn sie nach einer Behandlung in einer Praxis oder im Krankenhaus noch mal alles in Ruhe besprechen wollen.

Welche Kompetenzen braucht ein Telemediziner?

Mehrjährige Praxiserfahrung und vor allem eine hohe kommunikative Kompetenz. Wir müssen die richtigen Fragen stellen, aufmerksam zuhören und medizinische Sachverhalte erklären. Auch sollte man sich für Digital Health interessieren. Die Telemedizin entwickelt sich rasant. Wir brauchen Kollegen, die diesen Weg mitgehen wollen.

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