ArchivDeutsches Ärzteblatt50/2018Zugang zur Psychotherapie: Petition erreicht Quorum

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Zugang zur Psychotherapie: Petition erreicht Quorum

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Mit mehr als 124 000 Zeichnungen (Stand 10. Dezember, 10 Uhr) hat die Petition der Psychotherapeutenverbände an den Bundestag gegen die Verschlechterung des freien Zugangs zur psychotherapeutischen Versorgung vor Zeichnungsende am 13. Dezember das notwendige Quorum deutlich überschritten. Ab 50 000 Stimmen wird eine Petition im Petitionsausschuss des Bundestags öffentlich beraten.

Die Petition wendet sich gegen die Schaffung von neuen Hürden im Zugang zur Psychotherapie. Das im Kabinettsentwurf des Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) vorgesehene Modell der „gestuften und gesteuerten Versorgung“ in der Psychotherapie sieht vor, dass besonders qualifizierte Ärzte und psychologische Psychotherapeuten – und nicht etwa der spätere Behandler – in Voruntersuchungen festlegen, zu welchem Hilfe- oder Therapieangebot die Betroffenen gehen dürfen. Dies würde eine erhebliche Verschlechterung und Belastung für die betroffenen Patienten bedeuten.

Auf den Weg gebracht haben die Petition die Psychotherapeutenverbände Bundesverband der Vertragspsychotherapeuten, Deutsche Psychotherapeutenvereinigung und die Vereinigung Analytischer Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten. Sie werden inzwischen von 25 weiteren Verbänden der Psychotherapeuten unterstützt. „Die breite Gemeinsamkeit der Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten sowie weiterer Unterstützer aus der Bevölkerung sind ein starkes Signal“, betonten die Vertreter der Verbände zuletzt.

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Für den 14. Dezember stand die erste Lesung des TSVG im Bundestag auf dem Plan. Eine Anhörung der betroffenen Verbände ist für Januar 2019 geplant. Die Verbandsvertreter wollten die Stimmen vor den Beratungen dem Vorsitzenden des Petitionsausschusses übergeben. Die Petentin Ariadne Sartorius und alle Mitstreiter fordern dringend ein Einlenken der Politik. EB

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