ArchivDeutsches Ärzteblatt50/2018Präimplantationsdiagnostik: Zustimmung der Ethikkommissionen erforderlich

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Präimplantationsdiagnostik: Zustimmung der Ethikkommissionen erforderlich

Dtsch Arztebl 2018; 115(50): A-2325 / B-1907 / C-1881

dpa

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Die Präimplantationsdiagnostik (PID) in Bayern bleibt stark reguliert. Ein Münchner Labor scheiterte vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof (Az.: 20 B 18.290) in Ansbach mit seiner Forderung, befruchtete Eizellen in bestimmten Fällen auch ohne Zustimmung der zuständigen Ethikkommission untersuchen zu dürfen. „Wegen grundsätzlicher Bedeutung“ des Falles wurde die Revision zum Bundesverwaltungsgericht in Leipzig zugelassen. Das Labor Synlab hatte die Klage damit begründet, dass die Trophektodermbiopsien, um die es vor Gericht ging, gar nicht unter das Embryonenschutzgesetz fallen. Bei der Untersuchung würden nicht dem Embryo direkt Zellen entnommen, sondern dem umgebenden Gewebe, aus dem nach einer Einnistung in die Gebärmutter der Mutterkuchen entsteht. Der Argumentation folgte der Bayerische Verwaltungsgerichtshof nicht. Wie viele Anträge auf eine PID bei den Ethikkommissionen in Deutschland – Bayern, Berlin und Nordrhein-Westfalen haben eigene, die übrigen Länder haben sich zu zwei Verbünden zusammengetan – gestellt werden, wird nicht zentral erfasst. Schätzungen gehen von 300 bis 400 Fällen im Jahr aus. Ein Großteil kommt vor die bayerische Kommission, weil im Freistaat besonders viele PID-Zentren ihren Sitz haben. Nach Angaben des Bayerischen Ge­sund­heits­mi­nis­teriums hat diese im vergangenen Jahr mehr als 155 Fälle entschieden und zwölf Anträge abgelehnt. dpa

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