ArchivDeutsches Ärzteblatt50/2018Helga Rübsamen-Schaeff: Innovation bei Behandlung des Cytomegalievirus

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Helga Rübsamen-Schaeff: Innovation bei Behandlung des Cytomegalievirus

Dtsch Arztebl 2018; 115(50): A-2373 / B-1939 / C-1909

Spielberg, Petra

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Helga Rübsamen-Schaeff, Foto: Ansgar Pudenz/Deutscher Zukunftspreis
Helga Rübsamen-Schaeff, Foto: Ansgar Pudenz/Deutscher Zukunftspreis

Die Wuppertaler Virologin Prof. Dr. rer. nat. Helga Rübsamen-Schaeff hat gemeinsam mit ihrem Kollegen Dr. rer. nat. Holger Zimmermann für die Entwicklung eines Hemmstoffs gegen das Cytomegalievirus den mit 250 000 Euro dotierten Deutschen Zukunftspreis für Technik und Innovation des Bundespräsidenten erhalten. Das Medikament gilt als das weltweit erste und bislang einzige, das bei Knochenmarktransplantationen vorbeugend vor dem Virus schützen soll. Das Präparat der von Rübsamen-Schaeff gegründeten Firma AiCuris greift keine menschlichen Strukturen an, sondern direkt ein Enzym des Erregers, das dieser zu seiner Vermehrung braucht. Damit erhöhten sich die Überlebenschancen deutlich, so die 69-Jährige. Die Wissenschaftlerin hofft, dass in Zukunft auch weitere immungeschwächte Patienten von dem Medikament profitieren können. Als Beispiele nannte sie Empfänger anderer Spenderorgane, Aidspatienten und Neugeborene.

Das Interesse der Biochemikerin galt zunächst der Onkologie. Später befasste sie sich mit der Erforschung antiviraler Medikamente gegen Herpes, HIV, Cytomegalievirus und Hepatitis B sowie der Suche nach neuen Antibiotika gegen multiresistente Keime. Rübsamen-Schaeff studierte Chemie an der Universität Münster. 2006 gründete sie das Biopharma-Unternehmen AiCuris in Wuppertal, für das sie bis zu ihrer Ablösung durch Holger Zimmermann im Jahr 2015 als Geschäftsführerin tätig war. Seither ist sie Vorsitzende des wissenschaftlichen Beirats. Petra Spielberg

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