ArchivDeutsches Ärzteblatt50/2018Arztpraxen: Ärzte wünschen sich Sanktionen für Terminschwänzer

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Arztpraxen: Ärzte wünschen sich Sanktionen für Terminschwänzer

Dtsch Arztebl 2018; 115(50): A-2326

Maybaum, Thorsten; KNA

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Patienten, die ihre Termine ohne Absage nicht wahrnehmen, verhalten sich aus Sicht des NAV-Virchowbunds unsolidarisch. Foto: picture alliance
Patienten, die ihre Termine ohne Absage nicht wahrnehmen, verhalten sich aus Sicht des NAV-Virchowbunds unsolidarisch. Foto: picture alliance

Patienten, die einen über die Vermittlungsstellen der Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) erhaltenen Termin nicht wahrnehmen, ohne ihn rechtzeitig abzusagen, sollten sanktioniert werden. Dafür hat sich der NAV-Virchow-Bund ausgesprochen. „Bei der jetzt geplanten gesetzlichen Ausweitung der Terminservicestellen muss eine Sperre für diejenigen Patienten eingeführt werden, die ihren Termin unentschuldigt versäumen“, sagte der Vorsitzende des NAV-Virchow-Bundes, Dr. med. Dirk Heinrich. Er sprach sich dafür aus, dass Patienten in solchen Fällen über einen Zeitraum von vier Wochen für alle weiteren Termine über die Terminservicestellen gesperrt werden. Wer keine Terminmoral zeige, verhalte sich unsolidarisch gegenüber anderen Patienten. „Diese Schwänzer nehmen denen die Termine weg, die wirklich dringend einen brauchen“, erklärte Heinrich. Gesperrte Patienten würden weiterhin behandelt, hieß es. Allerdings sollten sie für den Zeitraum der Sanktion keine bevorzugte Terminvergabe mehr über die Servicestellen erhalten. Hintergrund für den Vorstoß ist eine Auswertung des NAV-Virchow-Bunds, wonach Patienten rund 30 Prozent der über die Terminservicestellen der KVen vermittelten Termine platzen lassen. may/kna

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