ArchivDeutsches Ärzteblatt51-52/2018Jens Claus Brüning: Wegweisende Forschung zu Volkskrankheiten

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Jens Claus Brüning: Wegweisende Forschung zu Volkskrankheiten

Dtsch Arztebl 2018; 115(51-52): A-2429 / B-1983 / C-1953

Richter-Kuhlmann, Eva

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Jens Claus Brüning, Foto: Markus Scholz, Leopoldina
Jens Claus Brüning, Foto: Markus Scholz, Leopoldina

Im Rahmen der traditionellen Weihnachtsvorlesung der Leopoldina zeichneten der Stifterverband und die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina in diesem Jahr den Endokrinologen Prof. Dr. med. Jens Claus Brüning mit dem Carl-Friedrich-von-Weizsäcker-Preis aus.

Gewürdigt mit dem mit 50 000 Euro dotierten Preis für Forscher auf dem Gebiet der wissenschaftsbasierten Politikberatung wurde Brüning aufgrund seiner Forschungen zur Regulation des Stoffwechsels, insbesondere zur Rolle des Insulins. Diese tragen dazu bei, Adipositas und Diabetes mellitus besser zu verstehen. „Seine Erkenntnisse können künftig die Prävention und Behandlung dieser Krankheiten verbessern“, betonte der Leopoldina-Präsident Prof. Dr. med. Jörg Hacker.

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Brüning konnte erstmalig in Mausmodellen zeigen, dass eine fettreiche Ernährung von Müttern während der Stillzeit – welche entwicklungsbiologisch dem letzten Drittel der Schwangerschaft bei Menschen entspricht – die Entwicklung bestimmter Neurone im Gehirn der Nachkommen hemmt, sodass sich ein gestörter Stoffwechsel entwickelt. Zudem identifizierte er Nervenzellen in einem Bereich im Hypothalamus, die daran beteiligt sind, die Nahrungsaufnahme und den Zuckerstoffwechsel zu steuern.

Brüning studierte Humanmedizin an der Universität zu Köln und ist dort seit 2003 Professor für Genetik. 2011 wurde er zudem zum Direktor am Max-Planck-Institut für Stoffwechselforschung, Köln, berufen. Seit 2017 ist er Mitglied der Leopoldina. Dr. med. Eva Richter-Kuhlmann

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