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Dtsch Arztebl 2018; 115(51-52): A-2422

SH; EB

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Lipohypertrophien bei Diabetikern vermeiden – Lipohypertrophien sind eine häufige Komplikation an der Injektionsstelle von insulinpflichtigen Diabetikern. „Lipohypertrophien sind Fett-, aber auch Bindegewebsvermehrungen im subkutanen Fettgewebe, die durch mechanische, hormonelle und chemische Einflüsse der Insulininjektionen oder -infusionen entstehen“, erklärte Dr. med. Mathias Kaltheuner, Leverkusen, auf einem Symposium anlässlich der Diabetes Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft.

Werde Insulin in eine ausgeprägte Lipohypertrophie injiziert, könne es zu Wirkunter schieden sowohl im Hinblick auf die Maximalwirkung als auch auf die Wirkdauer des Insulins kommen, warnte der niedergelassene Diabetologe. Dies führe zu einer Verschlechterung der Glukosekontrolle mit erhöhten postprandialen Glukosewerten. Kaltheuner rät Patienten daher zu einer quartalsmäßigen Routineuntersuchung, konsequentem Spritzstellenwechsel sowie zu kurzen und dünnen Nadeln, die nur einmal benutzt werden dürfen.

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Neben dem richtigen Spritzenmanagement sei auch die Verwendung eines hoch konzentrierten Mahlzeiteninsulins wie Liprolog® 200 Einheiten/ml KwikPen+ (Berlin-Chemie) sinnvoll. „Dadurch entfällt in der Regel eine Aufteilung der Dosis auf zwei Injektionen“, erklärte Dr. med. Winfried Keuthage, Münster. Da das Auftreten von Lipohypertrophien mit der Zahl der Injektionen korreliere, könne diese Maßnahme helfen. sh

„Hautveränderung bei Diabetes – nur ein kosmetisches Problem?“, Diabetes Herbsttagung
Veranstalter: Berlin-Chemie

Freiwillige Vertriebseinstellung von ReoPro® (Abciximab) zum 15. Dezember 2018 – Janssen hat sich strategisch dafür entschieden, den Vertrieb von ReoPro (Abciximab) weltweit sukzessive einzustellen und auf die Zulassung in Deutschland ab Mitte Dezember zu verzichten, da nach bereits längerem Lieferengpass auch weiterhin Produktionsprobleme bei einem Lohnhersteller bestehen. Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V. wurde über diese Entscheidung im Vorfeld informiert.

Es sind verschiedene alternative Therapiemöglichkeiten wie zum Beispiel andere Glykoprotein-IIb/IIIa-Antagonisten oder Bivalirudin für Patienten verfügbar. Janssen geht in Übereinstimmung mit den Experten davon aus, dass trotz der Vertriebseinstellung aufgrund der Alternativen die medizinische Versorgung vollumfänglich gewährleistet ist. Es gibt keine Bedenken hinsichtlich der Wirksamkeit, Sicherheit und Qualität der eventuell noch im Markt befindlichen Ware. Eine Produktrücknahme ist ausdrücklich nicht geplant. EB

Schreiben der Janssen-Cilag GmbH

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