ArchivDeutsches Ärzteblatt26/1996Persönlichkeitsstruktur und Prognose bei koronarer Herzerkrankung

MEDIZIN: Referiert

Persönlichkeitsstruktur und Prognose bei koronarer Herzerkrankung

acc

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Eine belgische Untersuchung konnte einen Einfluß der Primärpersönlichkeit auf den Verlauf der koronaren Herzerkrankung aufzeigen. 268 Männer und 35 Frauen im Alter von 31 bis 79 Jahren mit angiographisch dokumentierter koronarer Herzerkrankung wurden nach einem koronaren Ereignis im Rahmen eines Rehabilitationsprogramms mit Persönlichkeitsfragebogen untersucht und 6 bis 10 Jahre (Mittel 7,9 Jahre) nachverfolgt. 38 Patienten waren im Untersuchungszeitraum verstorben, davon 24 an kardialer Ursache. Die Mortalität war bei Patienten mit Typ D-Persönlichkeit signifikant höher als bei Patienten mit einer anderen Persönlichkeitsstruktur (27 Prozent versus 7 Prozent). Unter Typ D-Persönlichkeit versteht man die Tendenz der Patienten, Emotionen zu unterdrücken, sowie das Gefühl des Unglücklich- und Besorgtseins. Die Studie unterstützt die Annahme, daß emotionale Stabilität und Ausgeglichenheit die Sterblichkeit von Patienten mit koronaren Herzerkrankungen vermindern könnte. acc
Denollet J et al: Personality as independent predictor of long-term mortality in patients with coronary heart disease. Lancet 1996; 347: 417–21


Dr. Denollet, Cardiale Revalidatie, University Hospital of Antwerp, Wilrijkstraat 10, B-2650 Edegem, Belgien

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote