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Dtsch Arztebl 2019; 116(1-2): A-33

EB; BS; GS; her

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Trigoa® (Ethinylestradiol, Levonorgestrel): Fehlerhafter Blisteraufdruck führt zu inkorrekter Einnahmereihenfolge – Bei der Überprüfung aktuell hergestellter Chargen des hormonalen Kontrazeptivums Trigoa® (Pfizer) wurde ein fehlerhafter Blisteraufdruck festgestellt. Dies kann zu einer inkorrekten Einnahmereihenfolge der unterschiedlich dosierten Dragees führen, verbunden mit dem Risiko einer unerwünschten Schwangerschaft: Die betroffenen Chargen X34106, X51153 und W98332 werden zurückgerufen.

Ärzte werden gebeten, Patientinnen, die eine Verschreibung für Trigoa® erhalten haben und das Rezept im Zeitraum zwischen 27. November und 6.Dezember 2018 eingelöst haben könnten, über den fehlerhaften Aufdruck und den Rückruf aktiv zu informieren. Da Rezepte in der Regel bis zu 3 Monaten beliefert werden können, kann der Rückruf auch Patientinnen betreffen, die vor dem 27. November 2018 eine Verschreibung erhalten haben. EB

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Arznei­mittel­kommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) Drug Safety Mail 69–2018

3-Jahres-Daten von Tremfya®Patienten mit Plaque-Psoriasis leiden häufig neben schweren Hautveränderungen auch unter ernsten Begleiterkrankungen. So ist das Risiko von Herzinfarkt, Schlaganfall oder Depression 2–3-fach erhöht. Mittlerweile gibt es effektive Therapien, wie zum Beispiel den selektiven Interleukin-23-Hemmer Tremfya® (Guselkumab, Janssen), mit denen laut Prof. Dr. med. Kristian Reich, Hamburg/Berlin, jedem Psoriasis-Patienten geholfen werden kann. Nicht einmal ein Drittel der Betroffenen bekommt jedoch diese Medikamente.

In der Zulassungsstudie VOYAGE 1 verbesserte Guselkumab die Hautveränderungen bei 80,2 % der Patienten mit moderater oder schwerer Psoriasis im Verlauf von 24 Wochen um mindestens 90 % (PASI 90), signifikant häufiger als die Kontrollbehandlung mit Adalimumab (53,0 %). Der Anteil mit PASI 90 war auch nach 3-jähriger Guselkumab-Behandlung stabil über 80 %. Guselkumab wurde vom Gemeinsamen Bundes­aus­schuss (G-BA) ein beträchtlicher Zusatznutzen gegenüber Fumarsäureestern (Erstlinie) sowie Adalimumab (Zweitlinie) attestiert. gs

„Klinik und Praxis im Duett: Neue Studiendaten und ein Jahr Erfahrung mit Tremfya®“, Veranstalter: Janssen-Cilag

Depressionstherapie: Patientenwunsch und Wirklichkeit – Ärzte wissen nur zum Teil, welche Therapie und Informationen sich ihre Patienten mit leichten und mittelschweren Depressionen wünschen, wie die Online-Befragung „DeBeNa-Monitor: Depressionsbehandlung in Deutschland 2018“ ergab (n = 100 Patienten, 120 Allgemeinärzte/Fachärzte). Demnach bevorzugten 43 % der Patienten pflanzliche Antidepressiva (AD) und nur 35 % chemische Mittel. Ärzte schätzten die Präferenz für chemische AD dagegen auf 55 %.

Insgesamt erhielten nur 26 % der Patienten ein pflanzliches AD. Mit chemischen Medikamenten war jeder fünfte wegen Nebenwirkungen nicht adhärent. Die meisten Ärzte bewerteten die Therapietreue bei hoch dosiertem Johanniskraut als pflanzlichem AD (z. B. als Laif® 900, Bayer) besser. Sie erklärten zudem, dass es auch den Einstieg in die Pharmakotherapie erleichtere (74 %) und bei leichten Depressionen so wirksam sei wie chemische Präparate (60 %). Allerdings: Nur rund 40 % der Patienten gaben an, über Wirkung und mögliche Nebenwirkungen von Johanniskraut gut informiert worden zu sein. Bei den chemischen Wirkstoffen fühlten sich mehr als 70 % von ihren Ärzten gut unterrichtet. BS

„Hochgeschätzt, wenig genutzt: Johanniskraut in der Depressionsbehandlung – DeBeNa-Monitor deckt Widersprüche auf“, Veranstalter: Bayer

Wirksamkeit von Secukinumab hält langfristig an – Im Oktober erhielt Secukinumab (Cosentyx®) eine Zulassungsanpassung zur dosisflexiblen Therapie bei Psoriasis-Arthritis (PsA) bis 300 mg. Dadurch lasse sich der Therapieeffekt im Bedarfsfall verstärken, um irreversiblen Gelenkschäden vorzubeugen, erklärte Prof. Dr. med. Eugen Feist, Berlin.

Extensionsdaten der PsA-Zulassungsstudie FUTURE 1 belegen ein anhaltendes Ansprechen der Patienten über bis zu 5 Jahre. Der Anteil der Patienten mit einer mindestens 50 %igen Besserung im American College of Rheumatology (ACR)-Score bewegte sich um die 50 %. 83 % beziehungsweise 94 % der Patienten mit Enthesitis oder Daktylitis zeigten eine komplette Abteilung.

Die bei Bedarf mögliche Dosiseskalation auf 150 mg beziehungsweise 300 mg Secukinumab ging mit einer relevanten Zunahme der Wirksamkeit einher. Rund zwei Drittel dieser Patienten hatten am Ende eine erscheinungsfreie Haut. her

„ACR-Summit: Rheuma-Management Aktuell“, Veranstalter: Novartis

Alpha-1-Antitrypsin-Mangel – Bei Alpha-1-Antitrypsin-Mangel-(AATM-) Patienten mit reduzierter Lungenfunktion (FEV1: 31–65 %) bewirkte Prolastin® (Alpha-1-Proteinase-Inhibitor, Grifols) einen signifikanten Rückgang des jährlichen FEV1-Verlusts. Weitere Daten zeigen eine klare Abnahme der 5-Jahres-Sterblichkeit (Start-FEV1 < 50 %). Den Patienten steht zudem das AlphaCare-Serviceprogramm mit Informationen zu AATM, einem individuellen Coach und einem Servicetelefon zur Verfügung.

Die Diagnose AATM erfolgt häufig erst spät. Denn sie wird wegen der typischen Symptome oft als COPD verkannt. Leitlinien empfehlen deshalb einen einmaligen AATM-Test bei jedem COPD-Patienten. Der 15-Minutentest mit dem AlphaKit® QuickScreen von Grifols ist kostenfrei; bei positivem Ergebnis auch die Typisierung mit dem AlphaKit® an der Universität Marburg. Von 850 000 getesteten COPD-Patienten hatten 98 000 in Wirklichkeit einen AATM – davon 7 900 die schwere Form. BS

„30 Jahre Prolastin“, Veranstalter: Grifols

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