ArchivDeutsches Ärzteblatt1-2/2019Krebsforschung: Gefahren von E-Zigaretten und Wasserpfeifen

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Krebsforschung: Gefahren von E-Zigaretten und Wasserpfeifen

Dtsch Arztebl 2019; 116(1-2): A-34 / B-30 / C-30

Hillienhof, Arne

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Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg hat Informationsblätter zu Wasserpfeifen, E-Zigaretten und Tabakerhitzern herausgegeben. Hintergrund ist, dass viele insbesondere jugendliche Nutzerinnen und Nutzer die gesundheitlichen Gefahren dieser Trendprodukte unterschätzten, heißt es aus dem Zentrum.

„Viele glauben, Wasserpfeifen seien weniger schädlich und hätten ein geringeres Abhängigkeitspotenzial als Zigaretten. Tatsächlich verursacht Wasserpfeifenrauchen aber mehrere schwere Krankheiten wie Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und schwere chronische Atemwegserkrankungen wie die chronisch obstruktive Lungenerkrankung und kann abhängig machen“, sagt Dr. sc. hum. Ute Mons vom DKFZ.

Mons ist Vorsitzende der 16. Deutschen Konferenz für Tabakkontrolle, die Mitte Dezember im DKFZ in Heidelberg stattfand. Mons erinnert zudem an die Gefahr durch Kohlenmonoxidvergiftungen beim Wasserpfeiferauchen.

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Auch E-Zigaretten liegen bei Jugendlichen im Trend: Neuesten Daten zufolge haben 16,4 Prozent der 14- bis 17-Jährigen schon einmal E-Zigaretten ausprobiert und 2,8 Prozent verwenden sie regelmäßig. „Im Vergleich zu Tabakzigaretten sind E-Zigaretten zwar sehr wahrscheinlich deutlich weniger schädlich, dennoch sind sie keine harmlosen Lifestyleprodukte – insbesondere für Nichtraucher“, heißt es aus dem DKFZ.

Gleiches gelte für Tabakerhitzer, in denen – anders als in E-Zigaretten – keine Flüssigkeit, sondern Tabak erwärmt werde. Die Raucher inhalierten das dabei entstehende Aerosol. „Bei der Verwendung dieses Produkts entstehen zwar weniger Schadstoffe als beim Rauchen, aber auch Tabakerhitzer sind gesundheitlich bedenklich“, warnt das Deutsche Krebsforschungszentrum. hil

http://daebl.de/MU69

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