ArchivDeutsches Ärzteblatt1-2/2019Netzhauterkrankungen: Optische Kohärenztomografie wird Kassenleistung

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Netzhauterkrankungen: Optische Kohärenztomografie wird Kassenleistung

Maybaum, Thorsten; EB

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Die Optische Kohärenztomografie (OCT) darf künftig zulasten der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) bei Patienten angewendet werden, bei denen eine neovaskuläre altersbedingte Makuladegeneration (nAMD) oder ein Makulaödem bei diabetischer Retinopathie (DMÖ) diagnostiziert wurde und die Notwendigkeit der intravitralen operativen Medikamentengabe überprüft werden soll. Das hat der Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) beschlossen. Zur Sicherstellung der Behandlungsqualität hat der G-BA festgelegt, dass die OCT nur von Fachärzten für Augenheilkunde durchgeführt werden darf. Die OCT ist ein bildgebendes Verfahren, das die Beurteilung der Netzhautstrukturen im Auge ermöglicht und beispielsweise Flüssigkeitsansammlungen und Veränderungen der Netzhautdicke zeigt. Mithilfe der OCT können Erkrankungsverlauf und Notwendigkeit von wiederholten Medikamenten-injektionen ins Auge überprüft werden. Bei der nAMD und DMÖ handelt es sich um Netzhauterkrankungen des Auges, die im Verlauf bis zur Erblindung der Betroffenen führen können. Zur Behandlung werden Medikamente in den Glaskörper des Auges gespritzt. Diese Injektionen erfolgen laut G-BA anfangs monatlich. Sofern bei den Kontrolluntersuchungen keine neuen Krankheitszeichen nachweisbar sind, kann die intravitreale operative Medikamentengabe teilweise ausgelassen werden. Wenn das Bundesministerium für Gesundheit den Beschluss abgesegnet hat, kann der Bewertungsausschuss die Höhe der Vergütung festlegen. may/EB

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