ArchivDeutsches Ärzteblatt1-2/2019Änderungen in der Qualitätssicherungsvereinbarung PET, PET/CT: Artikel 1 – Änderung der Vereinbarung von Qualitätssicherungsmaßnahmen zur diagnostischen Positronenemissionstomographie,Artikel 2, Inkrafttreten

BEKANNTGABEN DER HERAUSGEBER: Kassenärztliche Bundesvereinigung

Änderungen in der Qualitätssicherungsvereinbarung PET, PET/CT: Artikel 1 – Änderung der Vereinbarung von Qualitätssicherungsmaßnahmen zur diagnostischen Positronenemissionstomographie,Artikel 2, Inkrafttreten

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Änderungen in der Qualitätssicherungsvereinbarung PET, PET/CT

Nach dem Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses, zwei weitere Indikationen zur Diagnostik mit der Positronen-Emissions-Tomografie/Computertomografie (PET/CT) zuzulassen, wurde nun die Qualitätssicherungsvereinbarung PET, PET/CT angepasst.

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Bei den neuen Indikationen handelt es sich um Untersuchungen

  • zur Entscheidung über die notwendige Anzahl von Chemotherapiezyklen bei Hodgkin-Lymphomen im fortgeschrittenen Stadium nach zwei Zyklen leitliniengerechter Chemotherapie und
  • bei malignen Lymphomen bei Kindern und Jugendlichen.

Die Änderungen sind zum 1. Dezember 2018 in Kraft getreten.

Bekanntmachungen

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung, K.d.ö.R., Berlin – einerseits – und der GKV-Spitzenverband (Spitzenverband Bund der Krankenkassen), K.d.ö.R., Berlin – andererseits – vereinbaren Folgendes:

Artikel 1

Änderung der Vereinbarung von Qualitätssicherungsmaßnahmen nach § 135 Abs. 2 SGB V zur diagnostischen Positronenemissionstomographie,diagnostischen Positronenemissionstomographie mit Computertomographie
(QS-Vereinbarung PET, PET/CT)

1. In § 1 Absatz 1 werden folgende Nummern neu angefügt:

9. Entscheidung über die notwendige Anzahl von Chemotherapiezyklen bei Hodgkin-Lymphomen im fortgeschrittenen Stadium nach zwei Zyklen leitliniengerechter Chemotherapie

10. Maligne Lymphome bei Kindern und Jugendlichen.

2. In § 4 Nummer 1 wird das Wort „dedizierten“ gestrichen.

3. § 5 wird wie folgt geändert:

a) In Absatz 7 wird Satz 2 gestrichen.

b) Nach Absatz 7 werden folgende Absätze 8 und 9 neu eingefügt:

(8) Das Team besteht bei der Indikation gemäß § 1 Nr. 9 mindestens aus dem/n für die Durchführung und Befundung der PET bzw. PET/CT verantwortlichen Facharzt/Fachärzten nach § 3 und dem für den Patienten onkologisch verantwortlichen Arzt oder Facharzt für Innere Medizin und Hämatologie und Onkologie.

(9) In die Entscheidung über

– die Erforderlichkeit einer thoraxchirurgischen Intervention bei den Indikationen nach § 1 Nr. 1–5

– die Bestrahlung von Resttumoren bei der Indikation nach § 1 Nr. 6

– die Durchführung einer Neck Dissection nach § 1 Nr. 7

– die Durchführung einer laryngoskopischen Biopsie nach § 1 Nr. 8

– die notwendige Anzahl von Chemotherapiezyklen bei Hodgkin-Lymphomen im fortgeschrittenen Stadium nach zwei Zyklen leitliniengerechter Chemotherapie nach § 1 Nr. 9

sollen ggf. Ärzte weiterer betroffener Fachgebiete (z.B. Pneumologie, Radiologie oder Strahlentherapie) einbezogen werden, sofern deren Expertise für die Entscheidungsfindung erforderlich ist.

c) Die Nummerierung der bisherigen Absätze 8 und 9 ändert sich entsprechend in Absätze 10 und 11.

d) In Absatz 10 werden jeweils die Wörter „nach § 1 Nr. 1–8“ durch die Wörter „nach § 1 Nr. 1–9“ ersetzt.

4. § 6 wird wie folgt geändert:

a) Nach Nummer 11 wird folgende Nummer 12 neu eingefügt:

12. für die Indikation nach § 1 Nr. 9: Angabe, ob auf der Grundlage der Befunde der PET bzw. PET/CT die Anzahl von Chemotherapiezyklen bei Hodgkin-Lymphomen im fortgeschrittenen Stadium reduziert wurde,

b) Die Nummerierung des Absatzes 12 ändert sich entsprechend in Absatz 13.

5. § 12 Absatz 2 wird wie folgt gefasst:

Ärzte, die vor Inkrafttreten dieser Fassung am 1. Dezember 2018 eine Genehmigung für Leistungen der PET bzw. PET/CT für Indikationen nach § 1 Nr. 1–8 erhalten haben, erhalten eine Genehmigung auch für die Indikationen nach § 1 Nr. 9–10, wenn die Genehmigung innerhalb von sechs Monaten nach Inkrafttreten dieser Fassung am 1. Dezember 2018 beantragt wurde und die Erfüllung der Anforderungen an das interdisziplinäre Team nach § 5 auch für diese Indikationen nachgewiesen wurde.

6. In der Protokollnotiz Absatz 1 werden nach den Wörtern „für die Indikationen nach „§ 1 Nr. 7–8 erstmals für das Jahr 2018“ die Wörter „,für die Indikationen nach § 1 Nr. 9–10 erstmals für das Jahr 2019“ eingefügt.

Artikel 2

Inkrafttreten

Die Änderungen treten mit Wirkung zum 1. Dezember 2018 in Kraft.

Berlin, den 08.11.2018

Kassenärztliche Bundesvereinigung, K.d.ö.R., Berlin

GKV-Spitzenverband, K.d.ö.R., Berlin

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