ArchivDeutsches Ärzteblatt1-2/2019Prioritätenliste für eine bessere Patientenversorgung

ÄRZTESTELLEN: Kurz notiert

Prioritätenliste für eine bessere Patientenversorgung

Glöser, Sabine

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Foto: stas111/stock.adobe.com
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Der Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD) hat eine Prioritätenliste für eine zukunftssichere Patientenversorgung in Deutschland formuliert. Diese To-do-Liste umfasst die aus Sicht des Managements wichtigsten Maßnahmen, um dieses Ziel zu erreichen. An oberster Stelle steht, die Komplexität im Management von Medizin und Pflege zu reduzieren, sprich Bürokratie abzubauen. Die Qualität der Patientenversorgung werde nicht besser, betonte VKD-Präsident Dr. Josef Düllings, wenn Ärzte und Pflegende immer mehr Zeit für bürokratische Arbeiten aufwenden müssen und immer weniger Zeit für ihre Patienten bleibe.

Zu den dringlichsten Maßnahmen zählt der Verband darüber hinaus, den ärztlichen und pflegerischen Nachwuchs sicherzustellen. Dazu sei es notwendig, zusätzliche Medizinstudienplätze und Ausbildungsplätze in der Pflege zu schaffen. Auch müsse man die Arbeitsbedingungen in der Pflege verbessern. Um Strukturveränderungen voranzubringen, fordert der Verband, die Mittel des Strukturfonds und die Mittel für die Einzelförderung in den Bundesländern aufzustocken.

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Unabdingbar ist für den VKD zudem, die Digitalisierung im Gesundheitswesen staatlich zu finanzieren und die Qualitätssicherung in den einzelnen Versorgungssektoren des Gesundheitswesens vergleichbar zu gestalten. Nur so könne es sichere und transparente Übergänge für die Patienten aus einem Sektor in den anderen geben. Und nur so könnten Leistungen auch aufwandsgerecht vergütet werden. Auch sollte der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) aus Sicht des Verbandes in ein unabhängiges Kontrollinstitut für alle Sektoren umgewandelt werden, das im Sinne der Patienten sektorenübergreifend prüfe.

„Es muss ein Ruck durch die Krankenhauspolitik gehen“, sagte Düllings weiter. „Unser Appell ist, ein ,Zukunftskonzept Deutsches Krankenhaus‘ zu entwickeln und gemeinsam beherzter an der Gemeinschaftsaufgabe Gesundheitsversorgung zur arbeiten.“ sg

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