ArchivDeutsches Ärzteblatt3/2019Organspende: Hoffnungsschimmer für Patienten auf den Wartelisten

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Organspende: Hoffnungsschimmer für Patienten auf den Wartelisten

Dtsch Arztebl 2019; 116(3): A-60 / B-52 / C-52

KNA

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Unter den 3 113 Organspenden in Deutschland waren 1 607 Nieren, 295 Herzen, 779 Lebern, 338 Lungen, 91 Bauchspeicheldrüsen sowie drei Dünndärme. Foto: Your Photo Today
Unter den 3 113 Organspenden in Deutschland waren 1 607 Nieren, 295 Herzen, 779 Lebern, 338 Lungen, 91 Bauchspeicheldrüsen sowie drei Dünndärme. Foto: Your Photo Today

Die Zahl der Organspender in Deutschland ist erstmals seit 2010 wieder merklich gestiegen. Bundesweit haben 955 Menschen nach ihrem Tod ihre Organe gespendet, teilte die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) mit. Das entspricht 11,5 Spendern pro einer Million Einwohner. Im Vergleich zum Vorjahr (797 Spender) bedeutet das eine Steigerung von knapp 20 Prozent. Von den 955 Spendern konnten 3 113 Organe durch die internationale Vermittlungsstelle Eurotransplant an Patienten der acht dem Verbund angehörenden Staaten vermittelt werden. Das sind 519 Organe mehr als 2017. Gleichzeitig konnten 3 264 Organe in deutschen Kliniken transplantiert werden. Aktuell stehen laut DSO in Deutschland noch immer rund 9 400 Patienten auf den Wartelisten. Als besonders erfreulich bewertet die DSO, die die Organspende in Deutschland koordiniert, ein verstärktes Engagement der Kliniken. Sie hätten der Koordinierungsstelle 2 811 Meldungen über eine mögliche Organspende zukommen lassen, 26 Prozent mehr als im Vorjahr. Zuletzt war immer wieder das zurückhaltende Meldeverhalten der Kliniken für die niedrigen Organspendezahlen verantwortlich gemacht worden. Der Medizinische Vorstand der DSO, Dr. med. Axel Rahmel, sprach mit Blick auf die Zahlen von einem Hoffnungsschimmer. Er appellierte an Ärzte und Kliniken, die Organspende als wichtige Aufgabe wahrzunehmen. „Für jedes einzelne Organ lohnt es sich zu kämpfen. Jedes gespendete oder nicht gespendete Organ kann über Leben und Tod eines Menschen entscheiden“, erklärte der Mediziner. kna

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