ArchivDeutsches Ärzteblatt3/201949. Änderung der Vereinbarung über Vordrucke für die vertragsärztliche Versorgung vom 1. April 1995 (Anlage 2 BMV-Ä)

BEKANNTGABEN DER HERAUSGEBER: Kassenärztliche Bundesvereinigung

49. Änderung der Vereinbarung über Vordrucke für die vertragsärztliche Versorgung vom 1. April 1995 (Anlage 2 BMV-Ä)

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Bekanntmachungen

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung, K.d.ö.R., Berlin – einerseits – und der GKV-Spitzenverband (Spitzenverband Bund der Krankenkassen), K.d.ö.R., Berlin – andererseits – vereinbaren Folgendes:

49. Änderung der Vereinbarung über Vordrucke für die vertragsärztliche Versorgung vom 1. April 1995 (Anlage 2 BMV-Ä)

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Artikel 1

Änderungen der Vordruckvereinbarung

1. Die Nummer 2.20 ändert sich wie folgt:

Muster 20: Stufenweise Wiedereingliederung in das Erwerbsleben (Wiedereingliederungsplan) (Stand: 01.2019)1

Artikel 2

Änderungen der Vordruckerläuterungen

1. Die Vordruckerläuterung zu Muster 20 ändert sich wie folgt:

Muster 20: Stufenweise Wiedereingliederung in das Erwerbsleben (Wiedereingliederungsplan)1

Bei wochen- oder monatelang fortbestehender Arbeitsunfähigkeit kann eine Rückkehr an den Arbeitsplatz auch bei weiterhin notwendiger Behandlung sowohl betrieblich möglich als auch aus therapeutischen Gründen angezeigt sein. Bei einer stufenweisen Wiedereingliederung soll der Arbeitnehmer schonend aber kontinuierlich an die Belastung seines Arbeitsplatzes herangeführt werden. Auch während einer stufenweisen Wiedereingliederung besteht Arbeitsunfähigkeit und die Attestierung der Fortdauer der Arbeitsunfähigkeit erfolgt weiterhin auf der AU-Bescheinigung (Muster 1). Die stufenweise Wiedereingliederung soll in vertrauensvoller Zusammenarbeit zwischen Versichertem, behandelndem Arzt, Arbeitnehmervertretung, Arbeitgeber, Betriebsarzt, Krankenkasse und ggf. dem Medizinischen Dienst sowie dem Rehabilitationsträger erfolgen.

Grundlage der Beurteilung der stufenweisen Wiedereingliederung sind die Empfehlungen zur Umsetzung der stufenweisen Wiedereingliederung gemäß Anlage der Arbeitsunfähigkeits-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses.

Beim Befüllen der Felder sind folgende Hinweise zu beachten:

1
zuletzt ausgeübte Tätigkeit, Stunden täglich

Hier sind durch den Arzt die vom Patienten zuletzt ausgeübte Tätigkeit sowie die Anzahl der täglichen Arbeitsstunden vor Beginn der Arbeitsunfähigkeit anzugeben.

2
vom (Datum) bis (Datum), Art der Tätigkeit (ggf. Einschränkungen), Stunden täglich

In diesen Feldern ist die zwischen dem behandelnden Arzt und dem Patienten abgestimmte Ausgestaltung der stufenweisen Wiedereingliederung anzugeben.

Mit der Angabe des Zeitraums und der täglichen Arbeitszeit in Stunden sowie der Art der Tätigkeit einschließlich ggf. bestehender Belastungseinschränkungen (z.B. „Tätigkeit nur im Sitzen“, „Darf nicht heben“) gibt der Arzt auf Basis des aktuellen Gesundheitszustands eine Empfehlung zur Ausgestaltung der stufenweisen Wiedereingliederung in die berufliche Tätigkeit. Hierbei handelt es sich explizit um eine prognostische Einschätzung, die zum Zeitpunkt des Ausstellens des Musters 20 getroffen wird. Der prognostische Charakter bezieht sich auch auf den letzten Tag der stufenweisen Wiedereingliederung, der in der Regel dem voraussichtlich letzten Tag der Arbeitsunfähigkeit entspricht.

Die Wiedereingliederung sollte in der Regel einen Zeitraum von sechs Monaten nicht überschreiten.

Sofern sich Änderungen am vereinbarten Ablauf der Wiedereingliederung ergeben, sind die Beteiligten unverzüglich darüber zu informieren, ggf. ist ein neuer Wiedereingliederungsplan zu erstellen.

3
Erklärung des Versicherten

Voraussetzung für eine stufenweise Wiedereingliederung ist das Einverständnis des Versicherten.

4
Erklärung des Arbeitgebers

Die Durchführung der stufenweisen Wiedereingliederung erfordert die Zustimmung des Arbeitgebers. Dieser gibt an, ob er mit dem vorgesehenen Wiedereingliederungsplan einverstanden ist oder unter welchen weiteren Voraussetzungen das Einverständnis erfolgen kann.

Im Weiteren gibt der Arbeitgeber an, ob für die geleisteten Stunden ein (Teil-) Arbeitsentgelt gezahlt wird.“

Artikel 3

Inkrafttreten

Die Änderungen treten mit Wirkung zum 01.01.2019 in Kraft. Alte Muster 20 verlieren ihre Gültigkeit.

Berlin, den 07.11.2018

Kassenärztliche Bundesvereinigung, K.d.ö.R., Berlin

GKV-Spitzenverband, K.d.ö.R., Berlin

1 Das Inhaltsverzeichnis ändert sich entsprechend.

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