ArchivDeutsches Ärzteblatt26/1996Multiresistente Tuberkulosestämme

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Multiresistente Tuberkulosestämme

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LNSLNS In den letzten Jahren ist wiederholt von epidemieartigen Ausbrüchen von multiresistenten Tuberkulosen mit schlechtem Therapieansprechen und hoher Mortalität berichtet worden. Die meisten dieser Beobachtungen waren jedoch bei HIV-positiven Patienten gemacht worden, so daß die Autoren aus New York nun ihre Beobachtungen bei HIV-negativen Patienten mit multiresistenter Tuberkulose berichten.
In sieben New Yorker Krankenhäusern konnten zwischen 1991 und 1994 26 HIV-negative Patienten mit multiresistenter Tuberkulose (Resistenz gegen Isoniazid und Rifampicin) erfaßt werden. Bei 25 dieser Patienten konnte der Krankheitsverlauf ausgewertet werden, und bei 24 Patienten (96 Prozent) ließ sich ein klinisches Ansprechen nachweisen. Die Zeit zwischen Diagnosestellung und Beginn einer effizienten Therapie betrug im Mittel 44 Tage, bis zur Sputumkultur-Konversion vergingen 69 Tage. Zum Therapieabbruch zwingende Nebenwirkungen der Therapie mit den Tuberkulostatika der zweiten Wahl traten bei vier Patienten (17 Prozent) auf.
Die Autoren folgern, daß Patienten mit multiresistenten Tuberkulosen ohne zugrundeliegende HIV-Infektion sehr gut auf eine testgerechte tuberkulostatische Therapie ansprechen. acc
Telzak EE et al.: Multidrug-resistant tuberculosis in patients without HIV infection. N Engl J Med 1995; 333: 907–11
Dr Telzak, Division of Infectious Diseases, Bronx-Lebanon Hospital Center, Albert Einstein College of Medicine, 1650 Grand Concourse, Bronx, NY 10457, USA

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