ArchivDeutsches Ärzteblatt4/2019Claudia Schmidtke: Herzchirurgin ist Patientenbeauftragte

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Claudia Schmidtke: Herzchirurgin ist Patientenbeauftragte

Dtsch Arztebl 2019; 116(4): A-157 / B-133 / C-133

Beerheide, Rebecca

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Claudia Schmidtke, Foto: CDU/Jan Kopetzky
Claudia Schmidtke, Foto: CDU/Jan Kopetzky

Von null auf 100, so kommentierten die Lübecker Nachrichten den politischen Aufstieg von Prof. Dr. med. Claudia Schmidtke (CDU) nach ihrem Erfolg bei der Bundestagswahl im Jahr 2017. Die Herzchirurgin hatte mit 35,3 Prozent der Erststimmen der SPD das Direktmandat abgenommen, das die Sozialdemokraten für Lübeck seit Mitte der 1960er-Jahre innehatten. Eineinhalb Jahre später geht der Weg in der Politik für die 52-Jährige weiter: Das Bundeskabinett ernannte sie Mitte Januar zur neuen Patientenbeauftragten. Sie folgt auf Ralf Brauksiepe, der kurzfristig das Amt in Richtung Wirtschaft verlassen hatte. Künftig ist sie für die umstrittene Unabhängige Patientenberatung (UPD) zuständig.

Schmidtke trat nach eigenen Angaben der CDU bei, als sich 2010 in Lübeck der Protest gegen die Pläne der damaligen Landesregierung formierte, den Uniklinikstandort Lübeck zu schließen. Sie wurde 1966 in Neumünster geboren, studierte Medizin an der Uni Hamburg. Den Facharzt für Herzchirurgie legte sie an der Universität zu Lübeck ab, sie habilitierte 2004 über die Roos-Operation als Ersatzverfahren bei Aortenklappen. Seit 2014 arbeitete sie als leitende Oberärztin in der Herz- und Gefäßchirurgie des Herzzentrums Bad Segeberg und war dort auch Chefärztin. Sie absolvierte ein berufsbegleitendes Studium zum Master of Business Administration (MBA) Health Care Management. Im Bundestag ist sie Mitglied im Gesundheitsausschuss, im Parlamentarischen Beirat für nachhaltige Entwicklung und in der Enquete-Kommission „Künstliche Intelligenz“. Rebecca Beerheide

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