ArchivDeutsches Ärzteblatt4/2019Randnotiz: Kritik aus der 1. und 2. Klasse

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Randnotiz: Kritik aus der 1. und 2. Klasse

Dtsch Arztebl 2019; 116(4): A-121 / B-105 / C-105

Maybaum, Thorsten

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280 Beschwerden sind zwischen Januar 2017 und Oktober 2018 in den Kategorien Bequemlichkeit der Sitze und Platzgestaltung im ICE 4 bei der Deutschen Bahn eingegangen. 25 Prozent beschwerten sich über die Sitze in der 1. Klasse, 70 Prozent über die Sitze in der 2. Klasse. 5 Prozent machten keine Angaben dazu. Das zeigt die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag. Die wollte genaue Fakten zu Beschwerden über gesundheitliche Probleme durch die neuen Sitze erfahren. Wie die Antwort der Bundesregierung weiter zeigt, wurde die Polsterung vielfach als zu hart angesehen. Die Eignung zum Ausruhen und Schlafen in Bezug auf die Haltung im Kopf- und Schulterbereich sei bemängelt worden. Das galt für die Sitze in der 1. und 2. Klasse, die laut Bahn „auf einer gemeinsamen Konstruktion und Formgebung“ beruhen. Die Beschwerden hat die Bahn offenbar dazu gebracht, Probandentests vorzunehmen. Zusammen mit dem Sitzhersteller habe man – begleitet durch Ergonomieexperten – verschiedene Polstervarianten entwickelt und diese mit mehreren Hundert Probanden in Laborsituation getestet. Neben den weiterentwickelten Sitzpolstern seien auch die bisherigen Seriensitze im ICE 4 sowie eine ältere Sitzgeneration getestet worden, hieß es. Die Probandentests der neuen Sitzpolster führten laut der Antwort zu dem Ergebnis, „dass mit modifizierten Polstern eine Verbesserung der Bequemlichkeit erreicht werden kann“. Im nächsten Schritt will die Bahn optimierte Sitze bei regulären Fahrten erproben und Fahrgäste befragen. Ergebnisse soll es nicht vor dem Frühjahr geben.

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