ArchivDeutsches Ärzteblatt4/2019Michael Weber: Krankenhausärzten den Rücken stärken

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Michael Weber: Krankenhausärzten den Rücken stärken

Osterloh, Falk

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Michael Weber, Foto: privat
Michael Weber, Foto: privat

Priv.-Doz. Dr. med. Michael A. Weber löste am 1. Januar 2019 Prof. Dr. med. Hans-Fred Weiser als Präsident des Verbandes der Leitenden Krankenhausärzte Deutschlands (VLK) ab. Weber absolvierte nach dem Studium in Bonn und Freiburg am Deutschen Herzzentrum München und an der Ludwig-Maximilian-Universität München eine Weiterbildung zum Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie. Von 1988 bis 2013 war er als Chefarzt der Kardiologie und Pneumologie am Rhön-Klinikum Dachau tätig, bis 2014 zudem als Ärztlicher Direktor. 2006 wurde er zum Vizepräsidenten des VLK gewählt.

In seiner Amtszeit will Weber die jüngeren Krankenhausärzte in leitender Position in den Fokus rücken: „Denn auf ihren Schultern liegt nicht nur die Zukunft unseres Verbandes, sondern auch die Zukunft einer modernen und effizienten Patientenversorgung.“ Zudem will er sich den „brennenden Themen“ Kommerzialisierung der Medizin, Strukturbereinigung im Krankenhausbereich, Fachkräftemangel und Überregulierung widmen, wie er dem Deutschen Ärzteblatt sagte. „In medizinischen Entscheidungen sind Ärzte nicht weisungsgebunden“, betont Weber. „Dafür gilt es, das Bewusstsein der Nichtärzte zu schärfen und den Kollegen den Rücken zu stärken.“ Eine Zentralisierung der Versorgung bezeichnet der 70-Jährige als sinnvoll. „Doch der massive Bettenabbau, den der Spitzenverband der Krankenkassen vor allem im Hinblick auf kleinere Häuser fordert, ist versorgungspolitisch überzogen.“ Falk Osterloh

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