ArchivDeutsches Ärzteblatt4/2019Medizinische Rehabilitation: Rahmenvertrag zum Entlassmanagement festgelegt

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Medizinische Rehabilitation: Rahmenvertrag zum Entlassmanagement festgelegt

Maybaum, Thorsten

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Um die unmittelbare Anschlussversorgung nach einer Rehabilitation zu sichern, dürfen Ärzte in Reha-Einrichtungen Arznei-, Heil- und Hilfsmittel verschreiben. Foto: dpa
Um die unmittelbare Anschlussversorgung nach einer Rehabilitation zu sichern, dürfen Ärzte in Reha-Einrichtungen Arznei-, Heil- und Hilfsmittel verschreiben. Foto: dpa

GKV-Spitzenverband, Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und elf für die Erbringung von Leistungen zur medizinischen Rehabilitation maßgebliche Verbände auf Bundesebene haben sich unter Moderation des erweiterten Bundesschiedsamts auf den Rahmenvertrag Entlassmanagement – Reha verständigt. Das hat der GKV-Spitzenverband auf Nachfrage des Deutschen Ärzteblattes bestätigt. Der Rahmenvertrag regelt demnach, dass die stationären medizinischen Rehabilitationseinrichtungen rechtzeitig eine Entlassung der Rehabilitanden planen und die erforderlichen Schritte für die Versorgung der Menschen nach ihrer Entlassung initiieren. „Das kann durchaus recht unterschiedlich sein“, erklärte eine Sprecherin des GKV-Spitzenverbands. Es werde Fälle geben, bei denen nichts zu regeln sei, und andere, bei denen zum Beispiel ein Telefonat mit dem Arzt des Patienten geführt werden müsse, um eine weitere Versorgung sicherzustellen. Dem Rahmenvertrag zufolge haben Ärzte in Reha-Einrichtungen das Recht, insbesondere Arzneimittel, Heilmittel und Hilfsmittel zu verordnen, wenn dies notwendig ist, um die unmittelbare Anschlussversorgung nach der Reha zu sichern. Außerdem werden die Entlassungsberichte standardisiert. Die Krankenkassen wiederum sind verpflichtet, die Reha-Einrichtungen bei der Organisation der Anschlussversorgung zu unterstützen. Der Rahmenvertrag tritt am 1. Februar 2019 in Kraft. Die Reha-Einrichtungen haben sechs Monate Zeit, bis sie alle Regelungen des Rahmenvertrages umsetzen müssen. Die Reha-Leistungserbringerverbände begrüßten die Einigung. Sie sei „ein wichtiger Schritt, um eine lückenlose medizinische beziehungsweise pflegerische Versorgung von Rehabilitanden zu gewährleisten“, hieß es. may

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