ArchivDeutsches Ärzteblatt5/2019Notaufnahmen: Viele Mitarbeiter berichten über Gewalterfahrungen

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Notaufnahmen: Viele Mitarbeiter berichten über Gewalterfahrungen

Dtsch Arztebl 2019; 116(5): A-181 / B-157 / C-157

Hillienhof, Arne

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Als Gründe für Gewalt wurden Alkohol, Drogen, Wartezeiten, verwirrte Patienten, Unzufriedenheit mit der Versorgung und Verständigungsprobleme genannt. Foto: dpa
Als Gründe für Gewalt wurden Alkohol, Drogen, Wartezeiten, verwirrte Patienten, Unzufriedenheit mit der Versorgung und Verständigungsprobleme genannt. Foto: dpa

Körperliche Gewalt ist offenbar eine häufige Herausforderung für das Personal von Notaufnahmen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Forschungsgruppe am Fachbereich Pflege und Gesundheit der Hochschule Fulda. Ziel war es herauszufinden, welche Ressourcen zur Gestaltung der Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz Notaufnahme notwendig sind. Die Onlinebefragung richtete sich an Beschäftigte von 51 Notaufnahmen in Hessen. 354 Personen füllten den Fragebogen aus. Knapp 76 Prozent der Befragten gaben dabei an, in den vergangenen zwölf Monaten mindestens eine Form körperlicher Gewalt erlebt zu haben. Bei der verbalen Gewalt liegen die Zahlen noch höher. 97 Prozent der Befragten erklärten im Laufe der vergangenen zwölf Monate mindestens eine Form verbaler Gewalt erlebt zu haben. Jeder zweite Befragte (52 Prozent) gab zudem an, mindestens einer Form sexualisierter Gewalt ausgesetzt gewesen zu sein. Die Gewalterfahrungen sind keine singulären Ereignisse. Von den Personen, die eine oder mehrere Formen verbaler Gewalt erlebt hatten, sagten 61,8 Prozent, diese täglich oder wöchentlich zu erleben. Bei körperlicher Gewalt sind es 24,1 Prozent, bei sexualisierter Gewalt 20,6 Prozent. Bezüglich des Sicherheitsgefühls während der Arbeitszeit erklärten 39 Prozent darüber hinaus, dass sie sich nachts in der Notaufnahme meist nicht oder nie sicher fühlen. hil

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