ArchivDeutsches Ärzteblatt50/1999Ursodeoxycholsäure bei Schwangerschaftscholestase

MEDIZIN: Referiert

Ursodeoxycholsäure bei Schwangerschaftscholestase

Dtsch Arztebl 1999; 96(50): A-3247 / B-2743 / C-2551

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LNSLNS Die Schwangerschaftscholestase ist gekennzeichnet durch einen heftigen Juckreiz ohne Hautveränderungen im letzten Trimenon, verbunden mit einem Anstieg der Serumgallensäuren. Die Leberfunktionstests fallen nur gelegentlich pathologisch aus, alle Symptome verschwinden innerhalb von vier Wochen postpartal. Das Syndrom der Schwangerschaftscholestase geht mit einem fünffach erhöhten Risiko einer Totgeburt, einer erhöhten Frühgeburtenrate und Problemen während der Entbindung für das Neugeborene einher. In der Regel wird die Geburt in der 38. Woche eingeleitet. Unter der Gabe von Ursodeoxycholsäure ist bei den meisten behandelten Frauen eine symptomatische und biochemische Verbesserung zu erzielen, auch wenn die Gebrauchsinformation unter den Kontraindikationen für die Ursosäure die Schwangerschaft aufführt. Der Autor empfiehlt die Gabe von Ursodeoxycholsäure, da erste Studien gezeigt haben, daß bei einer Gabe von 16 mg/kg täglich für drei Wochen die kindliche Prognose deutlich gebessert wird. w
McDonald JA: Cholestasis of pregnancy. J Gastroenterol Hepatol 1999; 14: 515-518.
Department of Gastroenterology, Wollongong Hospital, PO Box 1798, Wollongong, NSW 2500, Australien.

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