ArchivDeutsches Ärzteblatt5/201930. Weltaidstag: Mutterpass modifizieren
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... Die Dokumentation essenzieller Daten zur HIV-Thematik im Mutterpass ist weiterhin nicht ausreichend. ... Ab 2007 durfte im Mutterpass dokumentiert werden, dass zum HIV-Test beraten wurde. Ab dem Jahr 2015 wurde der Eintrag im Mutterpass durch die Option: „HIV-Test durchgeführt Ja/Nein“ ergänzt. Bis heute fehlt das Testergebnis im Mutterpass. Zur HIV-Viral-Load, die entscheidend ist für den Geburtsmodus, fehlt ebenfalls jegliche Dokumentation im Mutterpass. Diese Situation führt zu Chaos und Kostensteigerungen im Kreißsaal. Den ohnehin durch Personaleinsparungen am Limit agierenden Hebammen wird hier aufgebürdet, fehlende Daten akut zu recherchieren. Eilig herbeigeführte mit zusätzlichen Kosten verbundene HIV-Viral-Load Bestimmungen treffen meist erst ein, wenn die Kinder längst geboren sind. Da wir zu dieser Problematik über unsere Hotline im Zuge der Migration seit 2015 eine deutliche Zunahme der Anfragen aus den Kreißsälen verzeichnen, besteht hier dringender Handlungsbedarf.

Die Dokumentationsmöglichkeit im Mutterpass muss im Jahr 2018/2019 aus infektiologischer Sicht wesentlich umfangreicher sein als dies derzeit mit den aufgeführten Infektionen Röteln, Lues, Chlamydien, Hepatitis und HIV der Fall ist. Heutige Mutterpässe sind unübersichtlich mit Laborklebern unterschiedlicher Abklärungen übersät. ... Der GBA ist gefragt, eine adäquate Dokumentation im Mutterpass zu realisieren.

Dr. med. Matthias Beichert, 68165 Mannheim

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