ArchivDeutsches Ärzteblatt26/1996Kenia: Auf Pirsch zu den „big five“

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Kenia: Auf Pirsch zu den „big five“

Amann, Erika

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LNSLNS Höhepunkt jeder Keniareise ist das Finch Hattons Camp, mitten im Busch vor den sanft ansteigenden Chyulu-Bergen im Tsavo West-Nationalpark. Eine Quelle und drei Naturpools, in denen Nilpferde wohnen, liegen vor den rustikalen, mit antiken Möbeln, Marmorbad und vergoldeten Wasserhähnen ausgestatteten Zelten. Bei dezentem Licht in den Schirmakazien kann man Hippos beobachten, wie sie sich beturteln und ihre kleine Nachtmusik kraftvoll herauspusten, bevor sie behend zum Grasfressen an Land robben.
Nach Einbruch der Dunkelheit werden alle Gäste von Wächtern mit Pfeil und Bogen begleitet, die gelernt haben, damit sogar einen Elefanten zu erlegen. Oft kommen nachts Tiere zum Wassertrinken an die Reservoirs.
Peter Frank, der Besitzer aus Bad Kissingen, ein erfahrener Hotelprofi, arbeitet nur mit Einheimischen vom Stamm der Kambas, die hier leben. Mit großem Fingerspitzengefühl setzte er Ideen aus dem Filmepos "Jenseits von Afrika" und von seinem Vorbild Denys Finch Hatton um. In den zwanziger Jahren arrangierte der echte Denys für seine Freunde aus dem britischen Hochadel Luxussafaris mit feinstem Porzellan, Kristallgläsern und erlesener Küche bei klassischer Musik. Diese gepflegte Eleganz hat Peter Frank auf sein Lodge-Restaurant übertragen. Kellner tragen Fez und das lange Kanzu wie die Somalis im Film; nur die Mozartmusik kommt nicht vom Grammophon, sondern aus einer modernen Stereo-Anlage. Umweltfreundlich und modern ausgestattet darf sich die Anlage der besten Küche im afrikanischen Busch rühmen. Ob nun Sauerbraten rheinisch oder eine afrikanische Wildpfanne verlangt wird, die Qualität macht jedem Fünf-SterneHotel Ehre – ebenso die gepflegten Weine.
Das Finch Hattons heimste nicht nur die ersten Preise als schönstes Camp und für die beste Küche, sondern auch für das tierreiche Safari-Umfeld ein. Nur selten erlaubt es das Safari-Glück, sämtliche der "big five" – neben Löwe, Büffel, Elefant und Nashorn auch den seltenen Leoparden – zu beobachten. Keine fünfhundert Meter vom Camp entfernt, läßt sich fast jeden Abend eine schwarz gepunktete Leopardendame, die offensichtlich gut im Futter steht, beobachten, wie sie träge und mit blitzenden Katzenaugen über die Straße schnürt.
Informationen: Vollpension im Luxuscamp kostet für zwei Personen pro Tag 350 $; zwei Tage Flugsafari Amboseli und Tsavo West-Pirschfahrten und Unterkunft im Finch Hattons pro Person 575 $.
LTU-Flug ab Düsseldorf, München und Frankfurt nach Mombasa 1 499 DM, Taxi zum Strandhotel etwa 75 DM und Halbpension im Vier-Sterne-Hotel LTI-Kaskazi Beach am Diani Strand pro Person/Tag 88 DM.
De Luxe-Zeltsafari-Paket ab Mombasa: Vier Tage mit dem Bus in die Taita Hills (Hilton
James Stewart-Zeltlodge), den Amboseli-Park (Tortilis Tended Comfort-Camp) und in den Tsavo-West (Finch Hattons) mit Vollpension 1187 DM bei Jahn Reisen. Spezialarrangements vor Ort: Private Safaris, Mombasa/
Kenia Tel 0 02 54/11/31 88 84, Fax 31 58 50). Erika Amann
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