ArchivDeutsches Ärzteblatt5/2019Gesetzliche Kran­ken­ver­siche­rung: Neue Arzneimittel führen zu steigenden Ausgaben

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Gesetzliche Kran­ken­ver­siche­rung: Neue Arzneimittel führen zu steigenden Ausgaben

Dtsch Arztebl 2019; 116(5): A-182 / B-158 / C-158

Osterloh, Falk

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Neue Immunsuppressiva und neue antineoplastische Arzneimittel haben zu den Mehrkosten beigetragen. Foto: Geza Farkas/stock.adobe.com
Neue Immunsuppressiva und neue antineoplastische Arzneimittel haben zu den Mehrkosten beigetragen. Foto: Geza Farkas/stock.adobe.com

Die Arzneimittelausgaben der Krankenkassen sind 2017 um 1,43 Milliarden Euro auf 44,82 Milliarden Euro angestiegen. Das geht aus dem aktuellen Arzneimittel-Atlas hervor, den das IGES-Institut im Auftrag des Verbandes forschender Arzneimittelhersteller (vfa) erstellt hat. Grund für den Anstieg sind in erster Linie die Ausgaben für neue Arzneimittel, insbesondere für neue Immunsuppressiva und für neue antineoplastische Arzneimittel. Dem Atlas zufolge stieg der Umsatz von Immunsuppressiva von 2016 auf 2017 um 13,9 Prozent auf 5,25 Milliarden Euro. Der Umsatz von antineoplastischen Arzneimitteln erhöhte sich um 7,3 Prozent auf 4,86 Milliarden Euro. Zurückgegangen ist hingegen auch 2017 der Verbrauch der Präparate zur Behandlung der chronischen Hepatitis C. Der Umsatz antiviraler Mittel zur systemischen Anwendung, zu denen diese Arzneimittel zählen, sank von 2016 auf 2017 um 13,9 Prozent auf 1,65 Milliarden Euro. Die Autoren des Arzneimittel-Atlas prognostizieren, dass die Kosten in den kommenden Jahren weiter zunehmen. „Da aktuell und in der nahen Zukunft die Innovationstätigkeit besonders hoch ist und voraussichtlich auch bleiben wird, ist weiterhin von wachsenden Umsätzen und damit Ausgaben auszugehen“, schreiben sie. Die Zahlen des Atlas basieren auf den „Arzneimittelausgaben der Krankenkassen für die in Apotheken abgegeben Fertigarzneimittel und Zubereitungen auf Basis der Erstattungspreise“, die von dem Marktforschungsinstitut Insight Health zur Verfügung gestellt wurden. fos

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