ArchivDeutsches Ärzteblatt5/2019Beschluss des ergänzten Bewertungsausschusses nach § 87 Abs. 5a SGB V in seiner 32. Sitzung (schriftliche Beschlussfassung) zur Vergütung der Leistungen der ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung nach § 116b Abs. 6 Satz 8 SGB V

BEKANNTGABEN DER HERAUSGEBER: Kassenärztliche Bundesvereinigung

Beschluss des ergänzten Bewertungsausschusses nach § 87 Abs. 5a SGB V in seiner 32. Sitzung (schriftliche Beschlussfassung) zur Vergütung der Leistungen der ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung nach § 116b Abs. 6 Satz 8 SGB V

Dtsch Arztebl 2019; 116(5): A-227 / B-191 / C-191

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In seiner 32. Sitzung hat der ergänzte Bewertungsausschuss gemäß § 87 Abs. 5a SGB V einen Beschluss (schriftliche Beschlussfassung) zur Vergütung der Leistungen der ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung nach § 116b Absatz 6 Satz 8 SGB V mit Wirkung zum 1. Januar 2019 gefasst. Nach den Vorgaben des Gemeinsamen Bundes­aus­schusses gehört die Erstellung oder Aktualisierung des Medikationsplans gemäß § 5 Absatz 3 ASV-Richtlinie in allen Appendizes der jeweiligen Konkretisierung zum Behandlungsumfang der ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung. Zur Abbildung dieser Leistungen werden die anlagenübergreifenden Gebührenordnungspositionen 51020 und 51021 (Erstellung und Anpassung eines Medikationsplans) in den neuen Abschnitt 51.2 in das Kapitel 51 EBM aufgenommen. Der Anhang 6 EBM wird entsprechend diesen Änderungen angepasst. Die neuen Gebührenordnungspositionen 51020 und 51021 werden in Anhang 6 EBM aufgenommen und den jeweiligen Anlagen zur ASV-Richtlinie sowie den zur Abrechnung berechtigten Fachgruppen zugeordnet.

Die entscheidungserheblichen Gründe zu diesem Beschluss sind auf der Internetseite des Instituts des Bewertungsausschusses unter https://institut-ba.de veröffentlicht.

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Bekanntmachungen

Beschluss des ergänzten Bewertungsausschusses

nach § 87 Abs. 5a SGB V in seiner 32. Sitzung (schriftliche Beschlussfassung) zur Vergütung der Leistungen der ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung nach § 116b Abs. 6 Satz 8 SGB V

mit Wirkung zum 1. Januar 2019

1. Aufnahme eines Abschnitts 51.2 in das Kapitel 51 EBM

51.2 Allgemeine Gebührenordnungspositionen

1. Das Erstellen und die Aktualisierung eines Medikationsplans gemäß § 29a Bundesmantelvertrag Ärzte (BMV-Ä) in der ASV ist über die ASV-Richtlinie nach § 5 Abs. 3 geregelt.

2. Die Berechnung der Gebührenordnungsposition 51020 setzt die Überprüfung auf das Vorliegen eines bereits erstellten Medikationsplanes gemäß § 29a BMV-Ä voraus. Sofern ein solcher vorliegt, ist die Gebührenordnungsposition 51020 in der ASV bei demselben Patienten nicht berechnungsfähig.

51020 Erstellen eines Medikationsplans gemäß § 5 Abs. 3 ASV-RL

Obligater Leistungsinhalt

– Erstellen und Erläuterung des Medikationsplans,

– Aushändigung des Medikationsplans in Papierform an den Patienten oder dessen Bezugs- und Betreuungspersonen,

Fakultativer Leistungsinhalt

– Übertragung des elektronischen Medikationsplans auf die elektronische Gesundheitskarte (eGK) des Patienten,

einmal in vier Kalendervierteljahren 39 Punkte

Die Gebührenordnungsposition 51020 ist im Laufe von vier Kalendervierteljahren nur von einem Arzt des ASV-Kernteams einmalig berechnungsfähig.

Die Gebührenordnungsposition 51020 ist im Kalendervierteljahr nicht neben der Gebührenordnungsposition 51021 berechnungsfähig.

51021 Anpassung des Medikationsplans und/oder des elektronischen Medikationsplans gemäß § 5 Abs. 3 ASV-RL

Obligater Leistungsinhalt

– Aktualisierung, Erläuterung und Aushändigung des Medikationsplans in Papierform an den Patienten oder dessen Bezugs- und Betreuungspersonen

und/oder

– Übertragung des elektronischen Medikationsplans auf die elektronische Gesundheitskarte (eGK) des Patienten

oder

– Löschung des elektronischen Medikationsplans auf der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) des Patienten,

einmal im Behandlungsfall 8 Punkte

Die Gebührenordnungsposition 51021 ist im Behandlungsfall nicht neben der Gebührenordnungsposition 51020 berechnungsfähig.

2. Aufnahme weiterer Zeilen in den Anhang 6 EBM

Tabelle

Hinweis:

Gemäß § 87 Absatz 6 Satz 2 SGB V kann das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) innerhalb von zwei Monaten den Beschluss beanstanden.

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